#Go future be happy

Hier finden Sie Tipps für Spaziergänge, Wanderungen und Fahrradtouren in und rund um Wien.

#gofuture be happy

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Hier finden Sie Tipps für Spaziergänge, Wanderungen und Fahrradtouren in und rund um Wien.

Weitere Infos zum Radfahren finden Sie auf www.fahrradwien.at. Infos zum Zu-Fußgehen auf www.wienzufuss.at.

#GOFUTURE

Frauen im Sport – Spuren im Prater: Ein Spaziergang von Petra Unger

Wie, wann und warum sind Frauen in Bewegung gekommen – politisch, gesellschaftlich und im Sport? Bei diesem Spaziergang von Kulturvermittlerin Petra Unger werden einzelne Wegbereiterinnen und Sportarten mit bestimmten Orten im Wiener Prater in Verbindung gebracht.

Petra Unger
3.9 km1 h
Eingang zum Friedhof der Namenlosen
#GoFuture

Praterstern – Friedhof der Namenlosen

Entlang der Donau zu einem Geheimtipp

Mobilitätsagentur Wien
27.1 km2:20 h

Die Tour führt über den Prater an den Alberner Hafen zum Friedhof der Namenlosen. Der versteckte Friedhof gilt als einer der stimmungsvollsten in Wien. Die Tour führt über die Donau zurück zum Ausgangspunkt Praterstern. Die Tour ist flach und leicht befahrbar. Abstecher in den Würstelprater, ins Stadionbad oder an die Neue Donau laden zur Entspannung für die ganze Familie ein.

Der Weg im Detail

 

#gofuture

Grenzenlos radeln auf Kaisers Spuren

Über den EuroVelo 9 durch den Süden Wiens zum Wienerwald

Julius Holländer
72 km5:00 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Strecke macht Lust auf mehr: Ist die Aussicht von der Veigl-Hütte nicht genug? Rauf zur Wilhelmswarte! Spürt man am EuroVelo 9 das Fernweh? Ab nach Triest! Der Liesingbach mündet in die Donau und diese fließt weiter nach Bratislava – das wäre doch auch ein schönes Ziel.

Für wen ist dieser Weg geeignet? 

Prinzipiell kann hier jeder Mensch glücklich werden. Wer keine Lust auf geschotterte Forststraßen und Höhenmeter hat, nimmt einfach den EuroVelo 9 bis zur Triesting und fährt entlang dieser auf dem EuroVelo 9a zum Liesingbach retour. Diese Variante eignet sich somit für alle Altersgruppen. Wer auf sein Rennrad nicht verzichten mag, kann sich ebenfalls auf den beiden EuroVelos bewegen, sollte dann aber eine Straße parallel zum Liesingbach wählen, da dort der Weg großteils nicht asphaltiert ist.

Was ist das Highlight der Route? 

Ein Stopp in der Veigl-Hütte lohnt sich immer. Der Ausblick ist wirklich toll. Zwischen Achau und Himberg kann man eigentlich immer Wildtiere sehen. Wer darauf nicht vertrauen mag, sollte von Vösendorf aus einen Abzweiger nach Hennersdorf bei Wien machen. Dort gibt es eine Wildtierzucht und Alpakas.

Start: U-Bahn Wien Meidling
Ziel: U-Bahn Wien Meidling

#GOFUTURE

Von Grün zu Grün

Vom Lusthaus in der Leopoldstadt über den Donaukanal zum Türkenschanzpark in Währing

Sara Stosic
11.2 km3:00 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Auf dieser Strecke kann man Wien dabei zusehen, wie es sich mit den Jahreszeiten verändert. Den nebligen Donaukanal im Winter entlangfahren, im Türkenschanzpark ankommen und sich einen warmen Punsch holen. Im Frühling sieht man den Prater langsam wieder aufblühen, dort kann man sich nach einer kleinen Radtour gemütlich mit einem Buch in die Wiese legen und den Tag genießen. Im Sommer nimmt das Geschehen am Donaukanal wieder zu – kurz einem Konzert lauschen, neue Kunst entdecken oder einfach zum Wasser setzen und entspannen. Und bevor die Blätter im Herbst wieder zu Boden fallen und den Prater wieder in neuen Farben erstrahlen lassen, kann dort auch noch Bärlauch gesammelt werden.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Dieser Weg ist für alle geeignet, die gerne durch dich Stadt radeln oder spazieren und eventuell einige Pausen einlegen, um die Umgebung zu erkunden. Die Strecke ist barrierefrei und gut mit dem Kinderwagen befahrbar.

Was ist das Highlight der Route?

Sie startet und endet im Grünen. Nach der Tour kann man noch ein Picknick in der Wiese machen, Ballspielen oder einfach in der Sonne liegen. Die Route kann sehr gut auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, um einen schönen Tag in Wien zu verbringen.

Start: Busstation Lusthaus
Ziel: Busstation Türkenschutzpark

Empfohlen von Sara Stosic:
Sara leitet den Empfangsbereich der Mobilitätsagentur, studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement und ist echte Wienerin mit Wurzeln in Belgrad.

Seestadt Aspern
#GoFuture

Urban & Rural

Wien - urbane Metropole und Ort ländlicher Erholung

Mobilitätsagentur Wien
34.8 km2:09 h

Vom Park zum Wald und zurück. Die Tour beginnt im Stadtpark in der Wiener Innenstadt. Weiter geht es durch den 3. Bezirk und den Prater auf die Donauinsel. Bei der Steinspornbrücke übersetzt man die neue Donau zur Lobau. Richtung Seestadt und Breitenlee fährt man zum Norbert Scheed-Wald. Hier kann gerastet werden. Zurück geht es über den Hirschstettner Teich Richtung Alte Donau. Über die Reichsbrücke radelt man zurück ins Zentrum.

Der Weg im Detail

 

#GOFUTURE

Alltag in Alten Adelshäusern

Eine Reizvolle Entdeckungstour im 23. Bezirk: Auf den Spuren alten Adels, vorbei an Schlössern und "Schlössln".

Christina Rademacher
7.7 km2 h
#GOFUTURE

Stadtspaziergang mit Kinderwagen: Augarten

Der Augarten im 2. Bezirk hat viele Facetten. Diese können das ganze Jahr über bei einem gemütlichen Kinderwagen-Spaziergang entdeckt werden.

Christine Lugmayr
2,2 km40min
Calabashpfeife in der Hermanngasse
#GOFUTURE

Zu Fuß durch die Geschichte Neubaus

200 Jahre Stadtgeschichte in nur einer Stunde. Das ist in Wien-Neubau möglich, wie Hobbyhistoriker "WiensGeschichten" auf dieser Tour beweist.

Mario Damej
auf Instagram als "WiensGeschichten"
2.9 km1:00h

Der Spaziergang im 7. Bezirk (Neubau) wird Sie in nur einer Stunde durch 200 Jahre Stadtgeschichte führen. Die Route zeigt die unbekannteren Seiten des einstigen Vorortes. Von verborgenen Schmuckstücken der Biedermeier-Architektur bis hin zu einem Symbol des Austrofaschismus, das wohl die meisten bisher übersehen haben.

Route im Detail: Burggasse (U6), Wimbergergasse, Neustiftgasse, Kaiserstraße, Josef-Strauss-Park, Lerchenfelder Straße, Schottenfeldgasse, Bernardgasse, Zieglergasse, Neustiftgasse, Myrthengasse, Burggasse, Hermanngasse, Ahornergasse, Neubaugasse, Richtergasse, Andreasgasse, Mariahilfer Straße, Otto-Bauer-Gasse, Zieglergasse (U3)

1. Admiral-Kino (Burggasse 119)

Die Geschichte des Admiral-Kinos begann 1913. In jenen Tagen gab es 102 Lichtspielhäuser in Wien. Während des NS-Regimes wurde der Betrieb arisiert und in das „Ostmärkische-Kino“ unbenannt. Die eigentlichen Besitzer:innen konnten nach England fliehen. Heute gedenken zwei „Steine der Erinnerung“ diesem Unrecht.

2. Die Frankfurter Würstel (Kaiserstraße 77)

Vom 7. Bezirk aus trat eine spezielle Wurst ihren globalen Siegeszug an. Die Wiener Spezialität eroberte die Städte der Welt, von Amsterdam über Rom, London, Mailand kam sie bis nach New York. In diesem Haus befand sich das Geschäft von Johann Georg Lahner (1772 bis 1845). Der gebürtige Deutsche absolvierte seine Metzgereiausbildung in Frankfurt. In Wien kreierte Johann seine Version der klassischen Frankfurter Wurst. Als Hommage an seine Gesellenzeit nannte er die Kreation „Frankfurter Würstel“. Seine Brühwurst wurde zum Verkaufsschlager. Sie avancierte zu einem beliebten Essen für die ärmere Bevölkerung, auch Kaiser Franz I. ließ sich die Frankfurter kredenzen. Angeblich hat der Habsburger den Fleischermeister gefragt, wie er denn diese neuartige Wurst essen solle. Daraufhin soll der Metzger erwidert haben „Mit der Hand, Majestät, mit der Hand!“.

3. Altlerchenfelder Kirche (Lerchenfelder Straße 111)

Diese Kirche ist aufgrund ihres Baustils, der Fresken und der Entstehungsgeschichte einzigartig in Wien. Ihre Verwirklichung ist das Ergebnis des ersten öffentliche Architekturwettbewerbs der Habsburger Monarchie. Sie gilt als das einzige Übergangswerk zwischen Historismus und Klassizismus. Der Historismus ist häufig entlang der Ringstraße zu finden und beschreibt jene Architektur, welche z.B. die Gotik nachahmte. Der Klassizismus besann sich hingegen zurück auf die römische und griechische Antike.

Betreten Sie unbedingt diese Kirche durch den Seiteneingang, denn im Innenraum befindet sich ein einzigartiger Freskenzyklus, der die Schöpfungsgeschichte, sowie die Passion Christi darstellt. Die Malereien gelten als bedeutendstes Werk der „Nazarener Schule“ in Österreich.  Dabei handelte es sich um ein Künstlerkollektiv bestehend aus jungen deutschsprachigen Malern.

Öffnungszeiten der Kirche: an Werktagen von 07:30 – 19.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen 08:00 – 12:00 Uhr.

4. Biedermeierhaus (Zieglergasse 77)

Dieses Haus stammt aus dem Jahr 1829 und ist somit ein Beispiel für Biedermeier-Architektur (1815-1830). Besonders in der Gründerzeit, sie erstreckte sich von der Märzrevolution 1848 bis zum Wiener Börsencrash 1873, mussten die kleineren Häuser der baulichen Verdichtung weichen. Die Architektur der Moderne und des Jugendstils verdrängte so immer mehr das Biedermeier aus dem Stadtbild. Entlang des heutigen Spazierganges werden Sie aber trotzdem noch einige dieser Häuser entdecken.

5. Zum Blauen Löwen (Myrthengasse 10)

Ihren Namen erhielt die charmante Myrthengasse 1862. Die Myrthe ist ein immergrünes Strauchgewächs, welches traditionell für Brautkränze verwendet wurde. Im deutschsprachigen Raum kam diese Tradition im 16. Jahrhundert auf. Ihre Ursprünge gehen aber bis in die Antike zurück. Damals symbolisierten die weißen Blüten des Strauches, die immerwährende Liebe. In der griechischen Mythologie war das Gewächs der Aphrodite geweiht. Ein Highlight in dieser Gasse ist das Biedermeierhaus „Zum Blauen Löwen“ aus dem Jahre 1832. Wie der Zufall es so wollte, hatte eine spätere Besitzerin einen Familiennamen, der perfekt zur Geschichte des Gässchens passte: Berta Blume.

6. Seidenfabrik (Hermanngasse 25)

Um 1800 wurde der damalige Wiener Vorort zu einem Zentrum für die Seidenverarbeitung. In dieser Blütezeit siedelten sich viele Fabrikanten in der Ziegler- und Neubaugasse an. Einer von ihnen war Franz Alois Bernard, der dieses Fabriks- und Wohngebäude zwischen 1824 und 1827 errichten ließ. Es gab darin einen großen Schlaftrakt, der für die Bettgeher:innen bestimmt war. In jener Zeit herrschte eine solche Wohnungsknappheit und Armut, dass sich die meisten Fabriksmitarbeiter:innen keine andere Schlafstelle leisten konnten. Ihre einzige Chance auf Erholung war es, ein Bett für wenige Stunden zu mieten. In solchen Schlafräumen existierte keine Privatsphäre, oft teilten sich mehrere Personen gleichzeitig ein Bett, die hygienischen Bedingungen waren katastrophal. Die Fabrik existierte bis 1889, das Haus „Zum Segen Gottes“ blieb erhalten und ist so ein weiteres Beispiel für die Architektur des Vormärz (Biedermeierzeit).

7. Sherlock Holmes (Hermanngasse 17)

Sie stehen jetzt vor dem Unternehmen Lichtblau, der jüdische Familienbetrieb wurde im 19. Jahrhundert zum wichtigsten Pfeifenproduzenten in der Habsburger Monarchie. 1923 wurde der Firmensitz der traditionsreichen Firma erneuert. Ein Verwandter von Adolf übernahm die Neugestaltung des Wohn- und Geschäftshauses. Ernst Lichtblau war einer der wenigen jüdischen Schüler von Otto Wagner. Zentrales Element war die Bronzefigur, welche dem Haus auch dessen damaligen Namen gab „Zum schwarzen Mohr“. Diese hält die teuerste Pfeife des Sortiments in ihren Händen, eine „Calabashpfeife“. Solche Raucherutensilien wurden aus einem Flaschenkürbis hergestellt und mit Meerschaum, ein seltenes Mineral, veredelt. Eine Urban Legend erzählt, dass der Meisterdetektiv Sherlock Holmes genau diesen Typ verwendet haben soll. In Wirklichkeit hat der Autor Conan Doyle diese Pfeife nie erwähnt. Das Bild des calabashpfeiferauchenden Holmes entstand erst durch eine Bühnenumsetzung im Jahr 1899.  Damals wählte der Schauspieler William Gillette für seine Darbietung extra eine Pfeife aus, die so groß war, dass sie jeder im Theater erkennen konnte. Richard Moore, Michael Caine oder Peter Cushing folgten diesem Vorbild und prägten das Bild von Sherlock Holmes. Auch Christoph Waltz rauchte sie, als er in Tarantinos Film „Inglourious Basterds“ den SS-Mann Hans Landa verkörperte.

8. Zu den neun Kurfürsten (Neubaugasse 16)

Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1820, die Verzierungen repräsentieren die neun Kurfürsten. Sie hatten ab dem 13. Jahrhundert das Recht inne, den römisch-deutschen König, also den Kaiser, zu wählen. Die Kurfürsten zählten somit zu den mächtigsten Europäern ihrer Zeit. Diese Macht wurde erst durch Napoleon gebrochen. 1806 legte Kaiser Franz II. die Reichskrone nieder, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wurde nach Jahrhunderten aufgelöst. Die Kurfürstenwürde war somit obsolet.

9. Haus zur Gerechtigkeit (Richtergasse 1)

Seit 1862 heißt diese Gasse „Richtergasse“, über den Namensursprung kann leider nur noch gemutmaßt werden. Wahrscheinlich ist sie nach dem Hausschild „Zur Gerechtigkeit“ benannt.

Franz und Amalie Stark waren die Besitzer:innen dieses Prachtbaus, welcher 1908 fertiggestellt wurde und den Namen des Vorgängerbaus übernahm. Der Industrielle verkaufte mechanische Stickereien, Spitzen und Weisswäsche. Letzteres war die damalige Bezeichnung für Unterwäsche. Auf der Fassade steht der Ort Graslitz, das ist eine Stadt im heutigen Tschechien. Ein Vorfahre der Familie betrieb dort eine große Baumwollspinnerei.

10. Symbol des Austrofaschismus (Otto-Bauer-Gasse 27)

Auf dem alten Schild befindet sich ein Relikt des austrofaschistischen Regimes. Durch Engelbert Dollfuß erlebte der doppelköpfige Adler 1934 seine Wiederauferstehung. Dieser ersetzte das einköpfige Wappentier der Ersten Republik, welches den Austrofaschisten ein Dorn im Auge war. Für sie waren Hammer und Sichel “Moskauer Bolschewikensymbole“. Aus dem Wappen verschwand daher die Sichel der Bauern, der Hammer der Arbeiterschaft und die Krone des Bürgertums.

 

Mario Damej widmet sich auf Instagram der Wiener Geschichte und den Geschichten Wiens. Auf dem Instagram-Kanal „WiensGeschichten“ erfahren Sie zweimal wöchentliches Neues zu historischen Persönlichkeiten, Legenden und Wiener Orten mit Geschichte. 

#gofuture

Mein Markt-Potpourri

Genusstour entlang Wiener Märkte von Meidling bis Ottakring

Tamara Bauer
9 km2:20 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Viele Eindrücke, buntes Marktreiben und lässige Begegnungen. Im Potpourri des 12., 15. und 16. Bezirks zeigt jeder Markt seinen speziellen Charakter und seine Eigenheiten: Mal hipp, mal deftig, mal bunt, mal bodenständig. Und die Strecken dazwischen bezaubern mit charmanten urbanen Gebrauchsspuren und Feinheiten.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Für alle, die auf ihren Wegen auch gerne mal hängen bleiben und ins Gespräch kommen. Für jene die Vielfalt genießen und Köstlichkeiten schätzen. Je nach Tagesverfassung kann die Route elegant durchs Verweilen am Lieblingsmarkt abgekürzt werden. Die Route ist nicht durchgängig barrierefrei.

Was ist das Highlight der Route?

Wer gerne (wirklich) früh aufsteht, sollte die besondere Stimmung am Samstagmorgen auskosten. Die Vielfalt der Märkte wird durch Bauern- und Wochenmärkte ergänzt, das Marktstammpublikum wuselt emsig umher und wer besonders früh unterwegs ist und vielleicht beim Aufbau des Standls hilft, bekommt oft einige Köstlichkeiten zum Probieren. Die Sonnenaufgangsstimmung am Rustensteg bringt dann noch das ganz besondere urbane Flair.

Start: U-Bahn Niederhofstraße
Ziel: U-Bahn Josefstädter Straße

Empfohlen von Tamara Bauer:
Tamara managt die Mobilitätsbildung. Sie wuchs in den Weinbergen Stammersdorfs auf und ist mittlerweile outdoorbegeisterte und immer fröhliche Meidlingerin. 

#gehcafe

Geh-Café: Schattige Oasen rund ums AKH

Besonders für heiße Sommertage ein cooler Tipp: Denn dieser Spaziergang durch den Alsergrund führt an zahlrecihe schattige Plätze, die zum Verweilen und Abkühlen einladen.

Alfred Hulka
1.5 km30 min
#gofuture

Von Wasser zu Wein

Unterwegs zu Erfrischungen in Floridsdorf

Tamara Bauer
30.7 km2:20 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Von pulsierender Hauptstadt bis beschaulicher Idylle hat Wien alles zu bieten. Beides verbindet die Route über den Donaukanal: Am Wasser entlang bis zu den Wiener Weinbergen. Acker, Weinreben, Lösswände und ein Besuch beim Heurigen lassen den Rhythmus der Stadt in den Pedalen verschwinden. Wo könnte ich mich heimeliger fühlen.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Für alle, die es genießen rauszukommen und abwechslungsreiche Touren schätzen. Über die Ebene am Wasser, auf gut befahrbaren Trails durch den Wald bis zum Auspowern auf der Senderstraße ist alles dabei. Wer es ruhig angehen möchte, kürzt die Runde vor dem Anstieg auf den Bisamberg ab oder kombiniert die Strecke ab hier mit einem Aufstieg zu Fuß.

Was ist das Highlight der Route?

Im Hochfeld, in den Stammersdorfer Weinbergen angekommen, folgt ein idyllischer Blick auf Wien auf den Anderen. Die Namen der Wege und Gassen geben Hinweise zu den Floridsdorfer Rieden*: Hochfeld, Leere Beuteln, In den Gabrissen, Luckenholz. Daran erkennt man, wie kleinteilig gewachsen die Stammersdorfer Weinberge sind, ganz abseits der Logik mancher Großstadt.

Start: U-Bahn Spittelau
Ziel: U-Bahn Spittelau

*Anmerkung: Riede = Nutzfläche in den Weinbergen

Empfohlen von Tamara Bauer:
Tamara managt die Mobilitätsbildung. Sie wuchs in den Weinbergen Stammersdorfs auf und ist mittlerweile outdoorbegeisterte und immer fröhliche Meidlingerin. 

#gehcafe

Geh-Café: Meidlinger Brückenschlag

Meidling entdecken! Der 12. Bezirk ist vielfältig und einen Spaziergang wert.

Wilfried Zankl
3 km20min
#gofuture

Rund um die Badewanne Wiens

Von der Oberen zur Unteren Alten Donau durch Floridsdorf und die Donaustadt

Petra Jens
12.6 km3:40 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Weil die Alte Donau zu jeder Jahreszeit ihre Schönheiten hat. Am Wasser spaziert es sich besonders fein.

Für wen ist dieser Spaziergang geeignet?

Für Kinder wie für Erwachsene. Der Weg ist geeignet für Kinderwagen und Rollstuhl, Stiegenanlagen und unbefestigte Wege können umgangen werden.

Was ist das Highlight?

Die singende Birnerbrücke und die brütenden Graureiher. Außerdem: Sonnenauf- und -untergänge. Am Wasser gibt es immer etwas zu sehen. Dieser lange Spaziergang ist im Winter ideal, um Frischluft zu tanken. Er führt vom Wasserpark an der Oberen Alten Donau über den Donaupark zu einer Runde um die Untere Alte Donau.

Start: U-Bahn Neue Donau
Ziel: U-Bahn Alte Donau

Hier gibt es eine detaillierte Routenbeschreibung

Empfohlen von Petra Jens:
Petra ist Wiens Fußgängerbeauftragte. Als Floridsdorferin liebt sie die Alte Donau. In ihrer Freizeit trifft man sie meist beim Wandern in den Wiener Hausbergen.

#GOFUTURE

GrünGrätzlWege: Vom Georgenberg nach Speising

Ein Spaziergang durch Liesing: Der ausgewählte Teilabschnitt der Wiener Grüngrätzelwege leitet Zu-Fuß-Gehende über Weinberge, den Sterngarten und durch idyllischen Wohnsiedlungen.

Loris Knoll
GrünGrätzlWege
4.7 km1,5 h
geschmückter Torbogen in der Cottagegasse 37
#GOFUTURE

Zu Fuß durch die Geschichte von Währing

Spazieren Sie gemeinsam mit dem Hobby-Historiker WiensGeschichten auf den Spuren von Bambi und des Zweiten Weltskriegs durch Währing (und Teile von Döbling)

Mario Damej
auf Instagram als "WiensGeschichten"
4.5 km1:25h

Was verbindet Walt Disney, den Weihnachtsbaum und den Bleistift mit Währing? Diese Fragen werden entlang dieses Spazierganges beantwortet. Während sie die grünen Oasen des 18. Bezirkes erkunden, werden Sie architektonische Juwelen entdecken und über Pionier:innen hören, welche den meisten Wiener:innen unbekannt sind.

Route im Detail: Nußdorferstraße U6, Währinger Gürtel, Schottenbachgasse 3, Semperstraße, Währinger Park, Franz-Klein Gasse 1, Philippovichgasse 6-10, Gymnasiumstraße, Hasenauerstraße, Richard-Kralik-Platz 1, Weimarer Straße, Colloredogasse, Cottagegasse 37, Hofstattgasse 14-15, Lazaristengasse, Norbert-Liebermann-Park, Währinger Straße, Lacknergasse 79, Schulgasse, Schulgasse, Marie-Ebner-Eschenbach-Park, Schopenhauerstraße 86, Vinzenzgasse, Plenergasse, Schubertpark, Währinger Strasse 109-111, Maynollogasse 3, Währinger Strasse U6

1. Jüdischer Friedhof Währing (Schrottenbachgasse 3)

30.000 Menschen wurden hier bis spät in die 1880er Jahre beerdigt, darunter auch viele nicht-Wiener:innen. Denn im jüdischen Glauben muss der Leichnam schnellstmöglich zur Ruhe gebettet werden. Sofern der Tod einen nicht am Sabbat heimsucht, hat das Begräbnis binnen 24 Stunden zu erfolgen. Daher liegen im Friedhof auch jene, die auf einer Geschäftsreise verstarben. 8.000 Grabsteine haben die Jahrhunderte überdauert.

Einer davon ist jener von Fanny von Arnstein, sie ging in die Stadtgeschichte ein, indem sie 1814 die Tradition des Weihnachtsbaumes aus Berlin nach Wien brachte. Das Weihnachtsfest etablierte sich aber erst viele Jahre später. Leider sollte Frau Von Arnstein post mortem zu einem Opfer der Nationalsozialisten werden. Ihre Gebeine wurden exhumiert und für „wissenschaftliche Zwecke“ ins Naturhistorische Museum überführt.

Der Friedhof ist am 2. Sonntag jedes Monats geöffnet. Sie können sich auch für eine Führung anmelden: fuehrung@jued-friedhof18.at

2. Währinger Park

Der Währinger Park war einst ein Nobelfriedhof, hier wurde somit die prominenten Bürger:innen Wiens zur letzten Ruhe gebettet. Im Währinger Park finden sich u.a. die Gräber von Emanuel Schickaneder, der den Text zu Mozarts „Zauberflöte“ schrieb, Joseph Hardtmuth, der Erfinder der künstlichen Bleistiftmine, und Karl Ritter von Ghega, dem Erbauer der Semmeringbahn.

1923 wurde das Areal in ein Erholungsgebiet umgewandelt, Grabdenkmäler von historischer Bedeutung blieben in dem kleinen, versperrten Gräberhain erhalten. Diesen können sie nach Rücksprache mit der Abteilung Wiener Stadtgärten besichtigen: Tel.: +43 1 4000 42095; gw@ma42.wien.gv.at

3. Hochschule für Welthandel (Franz Klein-Gasse 1)

Unweit des Gräberhains steht die Hochschule für Welthandel, der Nachfolger der k.k. Exportakademie und der Vorläufer der heutigen Wirtschaftsuniversität Wien. Die Institution bereitete ihre Student:innen binnen sechs Semester auf den Außenhandel in Übersee vor. Anna Baidaff war 1917 die erste und einzige Absolventin an der k.k. Exportakademie. An der Hochschule Für Welthandel war Helene Mitkiewicz eine der ersten Frauen, die im Jahr 1920 ihr Studium abschloss.

Der internationale Fokus des Curriculums wurde durch die kunstvolle Außenfassade unterstrichen. Geplant vom Wiener Architekten Alfred Keller zeigt sie die fünf Kontinenten, ergänzt um die die wichtigsten Häfen Europas.

4. Ella-Briggs-Hof (Philippovichgasse 6-10)

Auch die nächste Station erinnert uns an den steinigen Weg, welchen Studentinnen in der Vergangenheit gehen mussten. Einen akademischen Grad zu erwerben war über Jahrhunderte ein Privileg der Männer. Selbst als die ersten Institute Studentinnen aufnahmen, sahen sich diese mit systematischer Diskriminierung konfrontiert. Beispielsweise erlaubte die Universität Wien nach ihrer Reform von 1897 den Frauen lediglich das Studium der Philosophie. Technisches und mathematisches Verständnis, sowie räumliche Vorstellungskraft wurde den damaligen Frauen abgesprochen.

Eine Wienerin, die sich trotz dieser Schwierigkeiten ihren Berufswunsch verwirklichte, war Ella-Briggs (1880–1977). Sie hegte den Traum Architektin zu werden, doch aufgrund der damaligen Konventionen konnte sie sich nur für die Malerei inskribieren. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges kam die Wende und 1920 schloss sie ihr zweijähriges Architekturstudium in München ab. Ella Briggs sollte in ihrer Heimat zu einer Pionierin ihrer Zunft werden. Sie und Margarete Schütte-Lihotzky waren die einzigen Frauen, die in der Zwischenkriegszeit mit der Errichtung von Wiener Gemeindebauten beauftragt wurden. In dieser Schaffensphase verwirklichte Ella zwei kommunale Projekte: Den Pestalozzi-Hof (Philippovichgasse 2–4) und ein Ledigenheim. Seit 2019 trägt dieser Gemeindebau ihren Namen und gedenkt so der herausragenden Architektin.

5. Das Wiener Cottage (Richard-Kralik-Platz 1)

Heute wie damals ist dieses Viertel eines der teuersten Wohngebiete Wiens. Das wohlhabende Bürgertum siedelte sich Ende des 19. Jahrhunderts hier an, damals zählte Währing noch zur Peripherie der Hauptstadt. Erbaut wurden die Villen von dem 1872 gegründeten Cottage Verein. Namensgebend für diese Interessensgemeinschaft waren die englischen Landhäuser, die sogenannten Cottages. Federführend bei der Gestaltung war der Baudirektor Carl Ritter von Borkowski (1829 -1905). Der Chefarchitekt erschuf einen Großteil der Villenanlage, welche insgesamt aus 350 Bauten besteht. Eine davon wurde zu seinem Domizil, eine wunderbare Villa im Stil der Spätgotik, welche sich am Richard-Kralik Platz 1 befindet. Neben ihm lebten noch zahlreiche bedeutende Menschen im Wiener Cottage, beispielsweise Arthur Schnitzler, Arik Brauer und Theodor Herzl.

6. Bambi (Cottagegasse 37)

Eine besondere Geschichte erzählt dieses schmucke Haus. Hier wurde 1923 die Romanvorlage von Bambi vollendet. 10 Jahre später verkaufte Felix Salten (1869 – 1945) seine Buchrechte an Hollywood und bekam dafür 1.000 US-Dollar (das wären heute 21.626 US-Dollar). Walt Disneys spätere Verfilmung des Buches wurde zu einem der erfolgreichsten Zeichentrickfilme aller Zeiten, er spielte bis heute 275 Millionen US-Dollar ein.

7. Augustenhof (Hofstattgasse 14-15)

Der Wiener Architekt Franz Xaver Rohleder gestaltet den Augustenhof. Es war ein Mietshaus, welches im Auftrag von Leopold Goldschmied errichtet wurde.

8. Josef Loschmidt (Lacknergasse 79)

Sie stehen jetzt vor dem Wohnhaus des berühmten Chemikers, Physikers und Erfinders Josef Loschmidt (1821-1895). Ihm gelang die erstmalige Bestimmung der Größe von Molekülen. Durch die von ihm definierte Loschmidt’sche Konstante wird angegeben, wieviele Moleküle von einem Gas in einem Körper enthalten sind. Im Andenken an sein Wirken wird seit 1967 die österreichische „Josef-Loschmidt-Medaille“ für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Chemie verliehen.

9. Spuren des Zweiten Weltkrieges (Schopenhauerstraße 86)

Dieses “MD” ist eine Markierung aus dem Zweiten Weltkrieg und steht für “Mauerdurchbruch”. Solche Durchbruchsstellen befanden sich im Keller der Häuser. Sie waren mit losen Ziegeln verschlossen, für den Notfall lag geeignetes Werkzeug bereit, die Opfer konnten damit die Mauer einschlagen und unterirdisch das benachbarte Haus erreichen. Dadurch wurden diese Gänge zur letzten Rettung bei einem Bombentreffer. Um die Ausgänge leichter zu finden, waren sie mit weißer, phosphoreszierender Farbe gekennzeichnet. Manche dieser Streifen leuchten noch heute.

Die zweite Markierung diente als eine Richtungsangabe zum Türkenschanzpark, wo sich ein Luftschutzbunker befand. Menschen, die mit dem Bezirk nicht besonders vertraut waren, konnten sich so leichter orientieren.

10. Beethovens Grab im Schubertpark

Der Name Van Beethoven kommt aus dem Flämischen und bedeutet übersetzt “vom Rübenfeld”. Ludwig war somit keineswegs ein Mann von edlem Geblüt. Er wurde in Wien aber dennoch als Herr von Beethoven vorgestellt. Ein Missverständnis, gegen das sich der Komponist nicht wehrte. Als Beethoven 1827 starb, wurde er im heutigen Schubertpark beerdigt. Auf seinem Grabstein werden sie einen Schmetterling sehen, dieser symbolisiert die Flüchtigkeit des Lebens, die unsterbliche Seele, aber auch die Auferstehung. Weiters werden sie eine Schlange entdecken, die sich selbst in den Schwanz beißt. Dieser Ouroboros ist eine Metapher auf den stetigen Kreislauf des Lebens, dessen Anfang (Geburt) bereits das Ende (Tod) bedingt. Diese Symbolik reicht bis in die griechische Antike zurück.

Am damaligen Währinger Ortsfriedhof fanden noch zahlreiche andere Giganten ihre vorerst letzte Ruhe: Franz Schubert, Johann Nestroy, Franz Grillparzer und Eduard van der Nüll. 1873 wurde der Friedhof geschlossen. 1888 kam es zur Exhumierung der Gebeine von Beethoven, sie wurden auf den Zentralfriedhof überstellt. So erging es den meisten Berühmtheiten dieser Nekropole. Auch hier gibt es einen Gräberhain, denn sie nach Absprache mit der MA 42 (Tel.: +43 1 4000 42095; gw@ma42.wien.gv.at) besichtigen können.

11. Das Pestkreuz (Währinger Straße 109-111)

Währing wurde im 16. und 17. Jhdt. insgesamt elfmal von der Pest heimgesucht. An dieses Leid erinnert ein Pestkreuz aus dem Jahr 1605. Neben diesem steinernen Mahnmal haben aber auch bestimmte Begriffe aus dieser dunklen Zeit überdauert, beispielsweise die Wörter Isolation und Quarantäne. Deren Ursprung führt uns an die Adria im 14. Jhdt.: Venedig wurde damals aufgrund des Handels zu einem Einfallstor für die erste schwere Pestepidemie Europas. Die Stadt ergriff daraufhin strenge Schutzmaßnahmen. Schiffe, die aus einem Risikogebiet kamen, wurden vor Venedig festgesetzt. Die Besatzung bezog mitsamt der Ladung eine kleine Insel (isola), wo sie von der Bevölkerung „isoliert“ ausharren mussten. Dieser Aufenthalt dauerte 40 (quarantina) Tage. Die Dauer der Quarantäne wurde wahrscheinlich von der Bibel inspiriert. Denn im Alten und Neuen Testament spielt diese Zahl eine wichtige Rolle. Zum Beispiel verbrachte Moses 40 Tage am Berg Sinai, ehe er mit den 10 Geboten zurückkehrte. 40 Tage lang sollte Jesus in der Wüste fasten, bevor er sich aufmachte, um in Galiläa das Wort Gottes zu verkünden.

12. Pfarre Hl. Gertrude (Maynollogasse 3)

Die letzte Station führt Sie zu einer Kirche in Währing, deren Innenraum die Architektur des Spätbarocks mit jener der Zwischenkriegszeit vereint. Gewidmet ist diese Pfarre der hl. Gertrude von Nivellis (626 – 664). Mit 14 Jahren trat sie in das Kloster ein, welches ihre Mutter gegründet hatte. Dort widmete sich die spätere Äbtissin, dem Studium der Bibel und der Pflege von Kranken. Im Laufe der Jahrhunderte wurde diese historische Vita mit zahlreichen Legenden ausgeschmückt. Die Nonne wurde dadurch zur Schwester von Karl dem Großen, Helferin gegen Rattenplagen und Bezwingerin eines Seeungeheuers.

Ihr Todestag fiel mit dem 17. März genau auf jenes Datum, welches in der vorchristlichen Zeit der Fruchtbarkeitsgöttin Freya gewidmet war. Die hl. Gertrude wurde so zur Schutzpatronin der Gärtner:innen und zur Frühlingsbotin. Weiters diente die Heilige als Inspiration für zahlreiche Bauernregeln wie z.B.: „Wer an Gertraud nicht in den Garten geht, im Sommer vor leeren Beeten steht“.

 

Mario Damej widmet sich auf Instagram der Wiener Geschichte und den Geschichten Wiens. Auf dem Instagram-Kanal „WiensGeschichten“ erfahren Sie zweimal wöchentliches Neues zu historischen Persönlichkeiten, Legenden und Wiener Orten mit Geschichte

#GOFUTURE

Julians Schleichweg

Gemütlich mit dem Rad durch die Seestadt Aspern, die sich nahezu täglich verändert.

Julian
6.7 km0,5h

Julians Tour startet bei seinem Radgeschäft United in Cycling und führt rund um und durch die Seestadt. Mehrmals führt die Route zum See, der dem Stadtteil seinen Namen gibt. Im Sommer also auch als „Badetour“ zu machen.

In die Seestadt kann man sehr gut mit den Rad fahren. Es gibt einen gut beschilderten Radweg aus dem Zentrum dorthin. Oder man reist mit der U-Bahn an. Das geht auch am Wochenende ganztägig.

#GOFUTURE

Route durch den Wienerberg

Wege durch eine weitreichende Parkanlage – unglaubliche 117 Hektar Natur pur. Selbst der überzeugteste Stadtmensch sehnt sich gelegentlich nach einem Fleckchen Natur.

Kathrin Ivancsits
3.6 km1 h
#gofuture

Am Weg zum Schloss Wilhelminenberg

Villen, Wein und wunderbare Ausblicke von Ottakring nach Penzing

Petra Permesser
8.6 km2:10 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Strecke bietet viel Abwechslung: direkt von der U-Bahn-Station über die Villenviertel und Weingärten hinauf auf den Wilhelminenberg. Hinab geht es durch den Wald, vorbei an Kleingartensiedlungen, Gemeindebauten und Bundesheerliegenschaften. Sie eignet sich für jedes Wetter: Wenn‘s eisig ist, empfiehlt sich allerdings den Dinsfüßlweg zu umgehen.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Der Weg ist für jene geeignet, die gerne unterschiedliche Bodenmaterialien unter ihren Füßen haben. Von Asphalt über Pflastersteine bis zu Waldboden ist alles dabei. Aufgrund der unterschiedlichen Bodenbeschaffenheit und einiger Stiegen eignet sich der Weg nicht für Räder und Rollen jedweder Art (Scooter, Rollstuhl, Laufrad, Kinderwagen, etc.).

Was ist das Highlight der Route?

Die Route hat viele Highlights. Drei davon möchte ich extra erwähnen:

  • Der Dinsfüßlweg fühlt sich beim Anstieg wie die steilste Gasse Wiens an. Oben angekommen ist es jedes Mal ein Erfolgsgefühl, vor allem wenn man’s in einem Schwung ohne Stehenbleiben geschafft hat.
  • Die Wiese am Wilhelminenberg ist nicht nur wegen ihres schönen Ausblicks über die Stadt einladend. Hier ist auch genug Platz zum Drachensteigen, Frisbee spielen oder eine Kaffeepause.
  • Das alte Zeiss-Werk mit seiner Kuppel ist vom Wilhelminenberg aus nicht zu übersehen. Heute ist die Liegenschaft im Besitz des Bundesheeres. Nicht zu wissen, was in der Kuppel heute untergebracht ist, macht das ganze Gebäude etwas geheimnisvoll. Noch konnte kein Grundwehrdiener, der die Liegenschaft bewacht, eine kompetente Auskunft dazu geben. Zum Glück – sonst würde der Reiz daran auch ein bisschen verloren gehen.

Start: U-Bahn Ottakring
Ziel: U-Bahn Hütteldorfer Straße

Empfohlen von Petra „Pepe“ Permesser:
Petra kümmert sich um die Social-Media-Auftritte von „Fahrrad Wien“ und „Wien zu Fuß“. Die gebürtige Waldviertlerin lebt schon lange im Westen Wiens und entdeckt dort immer wieder etwas Neues.

#GOFUTURE

Bürgerliche Gartenlust

Von Weinhaus über das Cottageviertel zur Universität der Bodenkultur

Birgit Lahner und Cristina-Estera Klein
Autorinnen des Buchs "Botanische Spaziergänge. 11 Routen durch die Welt der Wiener Pflanzen und ihre Geschichte"
3.7 km1:00h

Charakter der Tour

Entspannter Spaziergang auf hügeligem Gelände um und durch den Türkenschanzpark. Der Sternwartepark als Teil der Universität Wien und das Gelände der Universität für Bodenkultur sind ausschließlich an Wochentagen zugänglich, doch auch an Wochenenden lässt entlang des Weges viel Interessantes entdecken.

Highlights aus der Tour

Das historische Dorf Weinhaus, an das heute noch die Weinhauser Pfarrkirche erinnert, war einst eine der vielen Vororte rund um Wien. Der Name gibt uns einen Hinweis auf den ausgedehnten Weinbau an den Ausläufern des Wienerwalds.

Hinter hohen Mauern versteckt sich der Sternwartepark, eine maßvoll gepflegte Grünanlage in deren üppigen Grün im Spätsommer die roten Früchte der Dirndlsträucher hervorblitzen. Der Park entstand im Zug des Observatorium-Baus in den 1870er Jahren mit dem Ziel, die empfindlichen Messgeräte vor städtischen Staub und Hitze zu schützen.

Die Entstehung des Cottageviertel ist ursprünglich einem sozialen Gedanken geschuldet. In einer Zeit, in der die Mietskasernen in Wien wie die Pilze aus dem feuchten Waldboden schossen, sollte die bürgerliche Mittelschicht Zugang zu qualitätsvollem, leistbaren Wohnraum im Grünen haben. Am Ideal des Ein- oder Zweifamilienhauses, umgeben von einem schön gestalteten Garten fand allerdings dann auch bald betuchtes Klientel gefallen. Beim Streifzug durch die mit Allen bepflanzten Straßen lassen sich imposante Häuser unterschiedlichen Stils entdecken und ab und zu ein Blick ins private Grün erhaschen.

War in der zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts die Imitation englischer Landschaftsgärten im Kleinen beliebt, so setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts langsam der moderne Hausgarten durch. Der Garten der Villa Dos Santos (Sternwartestraße 57D) lässt noch etwas von der einstigen formal-geometrischen Anlage erahnen.

Verschlungene Wege führen durch den hügeligen Türkenschanzpark, vorbei an saftigen Wiesen, blühenden Büschen und schönen Baumgruppen mit ausladenden Ästen. Dunkle Nadelhölzer, kunstvolle Felsformationen und romantische Wasserläufe erinnern an den Semmering und inszenieren Sommerfrische in der Stadt. Über 400 verschiedene Gehölzarten lassen sich hier bewundern, besonders eindrucksvolle Individuen sind beschriftet. Neben den einheimischen Arten, lassen sich auch spannende Exoten wie Mammutbaum und Araukarie entdecken.

Unter der Woche kann man von der Dänenstraße aus das Gelände der Universität für Bodenkultur betreten und erreicht durch den Hof des Gregor-Mendel-Hauses den Linné-Park. Auf den Grünflächen der Universität lässt sich allerhand entdecken – Rabatte mit dekorativen Pflanzen und Kräutern, sowie Hochbeete mit unterschiedlichen Gemüsekulturen und Obstbäume. Das schattige Arboretum lädt an heißen Sommertagen zu einem Päuschen ein.

Tour im Detail

Start: Weinhauser Pfarrkirch St. Josef (Gentzgasse 142)
Ende: Linnépark

Die vollständige Route samt botanischer Exkurse finden Sie im Buch “Botanische Spaziergänge. 11 Routen durch die Welt der Wiener Pflanzen und ihre Geschichte” (Falter Verlag) von Birgit Lahner und Cristina-Estera Klein mit zahlreichen Illustrationen von Silvia Ungersböck.

Anhand von 11 Spaziergängen innerhalb der Grenzen Wiens werden verschiedene botanische Kapitel der Stadtgeschichte aufgeschlagen. Die beschriebenen Wege laden ein, den städtischen Raum neu zu erfahren. Dabei werden konkrete Orte mit historisch botanischem Wissen verknüpft.

Über die Autorinnen

Auf einem Hof im südlichen Kamptal aufgewachsen, hat Birgit Lahner schon früh ein ausgeprägtes Interesse an der Welt der Wild- und Nutzpflanzen entwickelt. Nach dem Studium der Angewandten Pflanzenwissenschaften an der Universität für Bodenkultur ist sie als freie Autorin tätig und teilt ihre Begeisterung in Workshops.

Cristina-Estera Klein studierte Publizistik, Romanistik und Geschichte an der Universität Wien. Seit 2019 ist sie als staatlich-geprüfte Fremdenführerin tätig und führt auf Deutsch, Spanisch und Englisch durch Stadt und Land. Als Gründungsmitglied der Austria Guides For Future bringt sie ihren Gästen Klima- und Umweltschutzthemen näher.

 

© Fotos: Cristina-Estera Klein, Buchcover: Falter Verlag

#GOFUTURE

Geh-Café Cooles Floridsdorf 2021

Das war die Tour "Geh-Café Cooler Sommer in Floridsdorf"

Mobilitätsagentur Wien
0.9 km0,5h

Rund um den Bahnhof Floridsdorf wurde in der letzten Zeit vieles neu errichtet. Das Grätzl wurde „klimafit“ gemacht. Die kurze Tour zeigt die wichtigsten Umbauten von der Franklinstraße, über den Pius-Parsch-Platz bis zum Schlingermarkt (eigentlich Floridsdorfer Markt)

Die Tour wurde im August 2021 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geh-Café erstellt und gegangen.

Hier gibt es mehr Infos und eine genaue Beschreibung. 

#gofuture

Durch das Gebiet der Pfarre zur Frohen Botschaft

Wo Geschichte und modernes Leben auf der Wieden und in Margareten einander treffen

Susanne Reichard
6.1 km1:30 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Dieser Weg durch das Pfarrgebiet der Pfarre zur Frohen Botschaft ist eine Einladung zu einem Spaziergang, auf dem modernes urbanes Leben auf Geschichte und so manche Geschichten trifft. Die Traditionen des alten Wiens und seiner ältesten Vorstadt Wieden spiegeln sich in den Häusern, Palais und Kirchen entlang des Weges wider und laden zum Krafttanken ein. Ganz nebenbei entdeckt man jede Menge Anregungen für Freizeit und Kultur – auch für Nach-Corona-Zeiten, wenn Theater, Museen und Veranstaltungen wieder geöffnet sind.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Der Weg ist, je nach Schwerpunktsetzung, für alle gut begeh- und erlebbar – ob allein auf der Route oder als Familie – und er ist barrierefrei. Wer das Flair der Umgebung genießen und so manche kleine „Besichtigung“ einlegen möchte, geht – trotz guter Radinfrastruktur – am besten zu Fuß und schenkt sich dabei Zeit.

Was ist das Highlight der Route?

Das Highlight dieser Route ist ihr ganz besonderer Mix, der einlädt, Neues und Altes, Unbekanntes und Nicht-Alltägliches zu entdecken. Und als besonderes “Geschenk“ dazu: 2 spezielle Abstecher auf dem Weg und 3 Tipps als „Nachlese“ für zu Hause. Zur genauen Wegbeschreibung geht es hier entlang.

Start: U-Bahn Karlsplatz
Ziel: U-Bahn Karlsplatz

Empfohlen von Susanne Reichard:
Susi lebt auf der und liebt die Wieden, wo sie auch in der Pfarre engagiert ist. Die begeisterte Radler- und Rapidlerin kümmert sich um Kooperationen und leitet zahlreiche Projekte.

#Gofuture

Weinviertel pur

Eine Radrunde mit Hügeln, Kellergassen und Burgen durch Niederösterreich

Martin Blum
55.8 km4:00 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Lust auf Land und auf eine fordernde Radtour? Dann ist diese Route durch die wunderbare Kulturlandschaft des Weinviertels mit ihren Weinhügeln, Kellergassen und Burgen eine gute Wahl.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Ohne Elektromotor am Fahrrad ist eine gute Fitness erforderlich. Die Anstrengungen der zahlreichen Anstiege werden mit tollen Ausblicken in die Landschaft belohnt.

Was ist das Highlight der Route?

Der Galgenberg von Wildendürnbach, Burg Falkenstein und die Kellergassen.

Start: Bahnhof Kottingneusiedl
Ziel: Bahnhof Enzersdorf bei Staatz

#GOFUTURE

Geh-Café Mitten in Hernals 2021

Routen zur Veranstaltung "Geh-Café in Hernals" im September 2021

Mobilitätsagentur Wien
2.2 km0,45h

Warum wurde der Alsbach eingewölbt? Welche Berühmtheit ist am Hernalser Friedhof begraben? Und wann gewann der Wiener Sport-Club mit 7:0 gegen Juventus Turin? Antworten zu diesen Fragen gab es bei unserem Grätzl-Spaziergang Geh-Café Mitten in Mernals 

Die Route wurde vom Verein „Mitten in Hernals“ erstellt und im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geh-Café im September 2021 gegangen.

#gofuture

Rollendes Wien

Barrierefrei entlang des Donaukanals und durch den Augarten bis zum Alsergrund

Maria Grundner
5.3 km1:30 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Eine gute Stunde Wegzeit ist häufig ideal, wenn ich einmal kurz raus muss und mich gut bewegen möchte. Auf den gewählten Wegen ist immer etwas los, vorbei an Spielplätzen und Motorikparks –entlang des Donaukanals und im Augarten laden zahlreiche Verweilmöglichkeiten zur Rast ein.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Für Leute, die sich nicht scheuen, gemeinsam mit rasanten Radfahrenden Verkehrsflächen zu teilen. Zudem geht die Strecke rauf und runter und ist natürlich stufenfrei. Um auf den Siemens-Nixdorf-Steg zu gelangen, nutze ich immer den Aufzug der Wiener Linien in der U4-Station Roßauerlände. Dafür ist der Besitz eines gültigen Öffi-Tickets notwendig.

Was ist das Highlight der Route?

Das Treiben am Hannovermarkt hat etwas für sich, ich finde es wahnsinnig wienerisch. Meine Tochter liebt die Abfahrt mit ihrem Laufrad auf dem Bertha-Zuckerkandl-Weg. Der Augarten ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert, dort kann man den Spaziergang auch beliebig lang erweitern. Vor allem abseits der Hauptwege ist es sehr romantisch und gerne auch einsam, wenn man die Ruhe sucht.

Start: U-Bahn Spittelau
Ziel: U-Bahn Spittelau

Eingang zum Friedhof der Namenlosen
#GOFUTURE

bike2cemetery-Tour

Vom Südwestfriedhof zum Friedhof der Namenlosen

Mobilitätsagentur Wien
22.1 km1:33h
#gehcafe

Geh-Café: Spektakuläres Aquädukt

Vorbei an modernen Wohnbauten und historischen Arbeiterhäusern – auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei Liesing – ging die Entdeckungstour zu grandiosen Aussichtspunkten auf die 1. Wiener Hochquellwasserleitung.

Cordula Höbart
2.7 km45min
#GOFUTURE

Währinger Frauenweg

Folgen Sie den zehn Tafeln des “Währinger Frauenweges” im Pötzleinsdorfer Schlosspark um die Wegbereiterinnen der Frauenbewegung Wiens kennezulernen.

Währinger Frauenweg
3,5 km1 h
#gofuture

Mit dem Rad durch Stadt und Land

Praterspitz, Favoriten mit der Südbahnhofbrücke und Schwechat

Martin Blum
39.1 km2:30 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Tour verbindet Stadt und Land, sie führt entlang von Gewässern und Feldern zu versteckten Schätzen, wie dem Friedhof der Namenlosen oder dem wenig bekannten Südzipfel der Leopoldstadt, dem Praterspitz. Einen Teil der Stadt zu „erfahren“, das trifft auf diese Strecke besonders gut zu.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Die 40 Kilometer sind, mit Ausnahme des Anstiegs in Favoriten zum Alten Landgut, flach. Meist fährt man auf Asphalt, aber streckenweise auch auf Waldboden und schottrigem Untergrund – eine reizvolle Abwechslung. Geeignet ist die Strecke für alle Fahrradtypen. Die Stiege auf die Freudenauer Hafenbrücke hat eine Schieberille. Mit einem Transportfahrrad ist daher ein kleiner Umweg nötig. Die Tour führt fast ausschließlich über Radwege und verkehrsfreie oder verkehrsarme Abschnitte.

Was ist das Highlight der Route?

Lusthaus, Praterspitz, Alberner Hafen und Friedhof der Namenlosen, Liesingradweg, Durchquerung Favoritens, Südbahnhofbrücke, Urania

Start: U-Bahn Praterstern
Ziel: U-Bahn Praterstern

#GOFUTURE

Weihnachts-Rallye 2021

Hier ist unsere Weihnachtsrallye. Wir wünschen allen Frohe Weihnachten und Prosit Neujahr 2022!

Mobilitätsagentur Wien
2.6 km0,5h

Wir haben eine kleine Weihnachtsrallye erstellt. Ziel der Rallye durch die Wiener Innenstadt ist es, die Fragen unten zu beantworten.

Viel Erfolg!

Los geht es am Karmelitermarkt in der Leopoldstadt. Der Markt eignet sich perfekt dafür, sich vor unserer Rallye zu stärken. Um der Route zu folgen, gehen Sie einen Häuserblock weit in die Tandelmarktgasse hinein, dort biegen Sie gleich auf einen kleinen netten Platz.

1 Start

Nach welchem berühmten Austropop-Liedermacher wurde der Platz ganz in der Nähe des Büros der Mobilitätsagentur benannt?

  1. LUDWIG HIRSCH
  2. STEFAN WEBER
  3. GEORG DANZER

Weiter geht es über die Große Sperlgasse in Richtung Innenstadt. In der Kleinen Sperlgasse biegen Sie kurz nach links, um dann gleich wieder rechts in Richtung Donaukanal in die Lilienbrunngasse einzubiegen.

2 Manes-Sperber-Park

Am Manes-Sperber-Platz steht ein Kunstwerk des berühmten Bildhauers Fritz Wotruba. Für welches Bauwerk in Liesing ist er noch bekannt?

  1. WOHNPARK ALTERLAA
  2. KIRCHE ZUR HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT
  3. AQUÄDUKT

Nun spazieren Sie in der Lilienbrunngasse weiter Richtung Donaukanal und kommen zur Marienbrücke.

3 Marienbrücke

Wer bei der Marienstatue auf der Marienbrücke steht, kann die Spitzen von drei Kirchen in der Innenstadt sehen. Welche ist hier dargestellt?

  1. MARIA AM GESTADE
  2. KARLSKIRCHE
  3. PETERSKIRCHE

Nach der Überquerung des Donaukanals gelangen Sie auf die Rotenturmstraße.

4 Rotenturmstraße

Die Rotenturmstraße wurde vor einigen Jahren zur Begegnungszone umgebaut. Wann war das genau?

  1. 2005
  2. 2015
  3. 2019

Bei Hausnummer 16 flanieren Sie links durch einen kleinen Durchgang,  kommen auf die Köllnerhofgasse und gehen gleich bei der Grashofgasse durch ein Tor neben einem tollen Bild an der Wand in den Heiligenkreuzerhof.

5 Heiligenkreuzerhof

Der Heiligenkreuzerhof ist ein recht versteckter Ruheort in der Wiener Innenstadt. Welche berühmte Persönlichkeit hat hier gewohnt und ist auch hier gestorben?

  1. GUNTHER PHILIPP
  2. HELMUT QUALTINGER
  3. HUGO MEISL

Der Hof wird durchquert. Nun biegen Sie in der Schönlaterngasse rechts ab und kommen über Sonnenfelsgasse und Windhaaggasse zur Bäckerstraße.

6 Bäckerstraße

An einer Fassade in der Bäckerstraße 12 gibt es ein recht seltsames Bild von einer Kuh mit Brille. Welches Brettspiel spielt sie auf dem Bild?

  1. BACKGAMMON
  2. SCHACH
  3. DKT

Der Weg führt Sie über die Essiggasse und die Strobelgasse in die Schulerstraße.

7 Schulerstraße

In der Schulerstraße 8 lebte Wolfgang Amadeus Mozart. Er schrieb hier angeblich eine berühmte Oper.  Wie heißt sie?

  1. DIE HOCHZEIT DES FIGARO
  2. B DIE TAUFE DES BARBIERS
  3. DER GEBURTSTAG DES RADVERKEHRSBEAUFTRAGTEN

Die Schulerstraße gehen Sie nun stadtauswärts und biegen rechts in die Grünangergasse ein.

8 Grünangergasse

Im Innenhof des Hauses Grünangergasse 1 gibt es die berühmten Außengänge zu sehen. Wie heißen sie auf gut wienerisch?

  1. PALATSCHINKE
  2. PAWLATSCHE
  3. PATERNOSTER

Nun verlassen Sie den Hof wieder und gehen in die Domgasse Richtung Dom. Halten Sie sich bei der Blutgasse links. Über diese kommen Sie  auf die Singerstraße, die Sie rechts gehen.

9 Singerstraße

In der Singerstraße 7 biegen Sie in einen schönen Innenhof. Wem gehört das Gebäude?

  1. DEM DEUTSCHEN ORDEN
  2. DEM ÖSTERREICHISCHEN FUSSBALLBUND
  3. DER UNIVERSITÄT WIEN

Suchen Sie die Stiege 7 beim Schanigarten und gehen Sie durch einen Durchgang zum Stephansdom. Achtung: Im Durchgang gibt es Stiegen. Wer diese meiden will, geht aus dem Hof wieder zurück in die Singerstraße und von dort zur Rückseite des Stephansdoms.

10 Stephansdom

Neben dem Haupteingang des Stephansdoms findet sich das Zeichen einer Widerstandsbewegung aus dem Jahr 1945. Wie hieß diese?

  1. B7
  2. B A4
  3. O5

Die Brandstätte liegt an einem Eck des Stephansplatzes bei der Rotenturmstraße. Bitte folgen Sie ihr.

11 Brandstätte

An der Brandstätte 6 befindet sich das Zacherlhaus (nicht zu verwechseln mit der Zacherlfabrik in Döbling).  Welcher Otto Wagner-Schüler war der Architekt dieses beeindruckenden Gebäudes?

  1. JOŽE PLEČNIK
  2. JOSEF HOFFMANN
  3. RUDOLPH M. SCHINDLER

Wer vor Ort ist, sollte sich das sehenswerte Stiegenhaus ansehen. Es ist über den Wildpretmarkt erreichbar. Weiter geht es zu den Tuchlauben,  dort rechts und gleich wieder links in die Kleeblattgasse. Bei Nr. 7 gehen Sie durch den Durchgang und erreichen die Kurrentgasse, die Sie rechts gehen.

12 Judenplatz

Am Judenplatz befindet sich das Mahnmal für die österreichischen jüdischen Opfer der Schoah. Was stellt das Mahnmal dar?

  1. BÄUME
  2. BLÄTTER
  3. BÜCHER

Die Drahtgasse führt Sie Am Hof.

13 Am Hof

Seit dem 17. Jahrhundert findet sich Am Hof eine wichtige Einrichtung der Stadt Wien.  Worum handelt es sich?

  1. DIE MÜLLVERBRENNUNGSANLAGE DER MA 48
  2. DER AMTSSITZ DER WIENER VERKEHRSSTADTRÄTIN
  3. DIE HAUPTFEUERWACHE DER WIENER BERUFSFEUERWEHR

Für die Lösung bitte nach unten scrollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Lösung:
1,2,1,3,2,1,1,2,1,3,1,3,3

#gehcafe

Geh Café: “Stadt der Zukunft – Wie Straßen das Bild Wiens prägen”

Wie sieht die Straße der Zukunft in der Stadt der Zukunft aus? Einblicke in den Wiener Straßenbau, anlässlich 100 Jahre MA 28. Ein Spaziergang in Mariahilf und Neubau.

MA 28 - Straßenbau Wien
2.1 km30 min
#gofuture

Eine Runde auf den Nussberg

Ordentlich Höhenmeter in Döblings Weinbergen

Sara Stosic
7.6 km2:20 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Strecke führt durch Wiens schöne Weinberge. Auf dem Aussichtsbankerl auf der Kahlenberger Straße kann man eine kurze Pause einlegen und den Blick über Wien genießen. Je höher man aufsteigt, desto beeindruckender wird der Ausblick.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Der Nussberg ist öffentlich sehr gut erreichbar. Je nachdem wie lange man spazieren möchte, kann man den Weg nach Belieben abkürzen. Am Beginn der Route können auch Fahrräder gut abgestellt werden. An manchen Stellen ist der Weg etwas steiler und nicht durchgehend barrierefrei.

Was ist das Highlight der Route?

Der Weitblick über Wien. Abends lässt sich das Lichtermeer der Stadt betrachten.

Start: Straßenbahn-Station Nussdorf
Ziel: Straßenbahn-Station Nussdorf

Empfohlen von Sara Stosic:
Sara leitet den Empfangsbereich der Mobilitätsagentur, studiert Umwelt- und Bioressourcenmanagement und ist echte Wienerin mit Wurzeln in Belgrad.

#GoFuture

Seestadt-Runde

Ein Abstecher in die sich ständig verändernde Seestadt

Mobilitätsagentur Wien
14.8 km55 min

Die Seestadt Aspern ist eines der größten Stadtentwicklungsgebiete Europas. Die Tour startet beim Verkehrsknoten Hausfeldstraße, wohin mit Fahrrad, aber auch mit Zug oder U-Bahn angereist werden kann. Dann wird das Gebiet der Seestadt umrundet.

Wir empfehlen die Tour öfter zu fahren, denn die Seestadt verändert sich nahezu täglich.

Der Weg im Detail

 

#GoFuture

Spaziergang vom Weghuberpark zum Erstebank Campus

Ein Spaziergang, be dem es sich lohnt, genauer hinzusehen.

Guntram Münster
6 km1,5 h

Entlang der Strecke vom Weghuberpark bis zum Campus der Erste Bank gibt es viel zu entdecken. Finden Sie alle Motive? Der Spaziergang startet hinter dem Parlament und führt durch die Bezirke Neubau, Mariahilf, Margarethen und Wieden bis zum neuen Hauptbahnhofgelände.

Hier gibt es eine detaillierte Wegbeschreibung

#GOFUTURE

Geh-Café Favoriten 2021 „Quer durch den Gemeindebau“

Die Per-Albin-Hansson-Siedlung ist eine Stadt in der Stadt in Favoriten. Was das besondere an dieser Siedlung ist, sehen wir uns bei diesem Spaziergang an.

Mobilitätsagentur Wien
2 km0,45h

14.000 Bewohnerinnen und Bewohner, 1.021 Wohnungen, 30 Hektar, Altersheim, Einkaufszentrum, Kindergarten, Jugendzentrum, … Das beschreibt keine Kleinstadt sondern eine Wohnsiedlung in Favoriten: die Per-Albin-Hansson-Siedlung. Beim Wien-zu Fuß-Rundgang im Oktober 2021 gab es entlang dieser Strecke viel Wissenswertes über die große Siedlung zu erfahren.

Infos zur Veranstaltungsreihe“Geh-Café“ gibt es hier

Kinder fahren Fahrrad
#GoFuture

Nordrand

Auf einen kurzen Besuch ins Weinviertel

Mobilitätsagentur Wien
32.8 km2:31 h

Startpunkt der Nordrand Tour ist die Station Floridsdorf. Es geht über die obere Alte Donau und dem ehemaligen Gaswerk zur Nordrandsiedlung. Richtung Gerasdorf verlässt man das Wiener Stadtgebiet. Über Hagenbrunn fährt man in einer Schleife zum Fuße des Bisamberg. Nach Auffahrt und steiler Abfahrt nach Strebersdorf führt die Tour über Siedlungen und ein Industriegebiet zurück zum Startpunkt.

Der Weg im Detail

Mühlwasser
#GOFUTURE

Das Schöne aus beiden Welten in LiDo

Eine Tour durch die Vielfalt links der Donau: Alter Ortskern von Stadlau und Mühlwasser

Andrea Pelzmann
Stadlauerin
6.1 km1:40h

Andrea lebt seit 27 Jahren in Stadlau. Auf dieser Tour zeigt sie uns den alten Ortskern von Stadlau, wo man sich noch wunderbar mit Proviant eindecken kann, bevor wir uns Richtung Mühlwasser durch die Siedlungen treiben lassen. Was Andrea am Zu-Fuß-Gehen mag, hat sie uns in einem Interview verraten.

Die Route startet bei der U2-Station Hardegggasse und endet bei der Station Stadlau (U2, S-Bahn). Dazwischen entdecken wir ruhige Siedlungen, Neubauten und viel Grün entlang des Mühlwassers. Wir sehen also „Beide schöne Welten – nahe am Grünen und nahe an der U-Bahn“ hier in Stadlau bzw. Aspern. Andrea weiß aber auch: „Dass es so nah an der U-Bahn ist, macht natürlich auch Probleme. Einerseits zieht es natürlich neue Menschen an, andererseits empfinden es Alteingessene als Bedrohung. Und da einen Mittelweg zu finden, ist nicht immer einfach. Aber das war schon vor 27 Jahren so, als wir nach Stadlau gezogen sind.“ Dass die Stadt hier wächst, zeigen auch die vielen Neubauten, die es entlang dieser Tour zu entdecken gibt.

Alter Ortskern von Stadlau

Von der U-Bahn-Station geht es durch die Schickgasse in den alten Ortskern von Stadlau. Hier finden sich noch einige alte Bauernhäusern, teilweise mit alten Verzierungen. Von den Hausnummern 3 und 4 blicken sich zum Beispiel zwei Pferdeköpfe an.

Wer sich mit Proviant für die Tour eindecken will, hat in der Schickgasse 1 die erste Möglichkeit dazu. Der Ab-Hof-Verkaufsstand Stadlauer Kredenz hat Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet. Andrea erzählt: „In diesem Hof haben sie noch Obstbäume, und sie machen daraus Marmeladen und Sirup, die man hier am Stand kaufen kann. Und was ich ganz lustig finde, man kann sogar mit Karte zahlen.“ Ein Stück die Straße hinunter befindet sich der Stadlauer Bahnhofspark, wo alle vierzehn Tage ein Bauernmarkt stattfindet. Wer weder am Markttag noch am Wochenende kommt, passiert auf der weiteren Runde über die Stadlauer Straße und Langobardenstraße noch Bäcker und Supermärkte. Also noch genug Möglichkeiten, sich mit Verpflegung einzudecken.

Durch ruhige Siedlungen

Wir queren die U-Bahn-Trasse und biegen von der Hardegggasse links ab. Hier verläuft die Grenze zwischen den Bezirksteilen Stadlau und Aspern, wohin wir jetzt weitergehen.

Die kleinen Gassen hier sind nach verschiedenen Pflanzen benannt. Andrea weiß: „Die Gassen sind eigentlich immer relativ ruhig, egal ob am Wochenende oder unter der Woche. Man sieht schon immer wieder Spaziergänger:innen, aber die meisten gehen eher am Mühlwasser, an der Alten Donau oder am Mühlgrund. Aber es ist wohl noch nicht so bekannt, dass man hier auch schön gehen kann. Man geht zwar auf der Straße – das muss man auch sagen. Aber es fahren sehr wenige Autos, die hört man auch gut, und sie fahren im Normalfall nicht schnell.“

Eine Stunde oder länger könnte man hier durch die Gasserln schlendern und sich Häuser und Gärten ansehen. Besonders schön ist es, wenn im Frühjahr alles zu blühen beginnt.

Entlang des Mühlwassers

Am Ufer des Mühlwassers kann man in beide Richtungen quasi endlos herumstreifen. Unsere Route führt uns nur ein kurzes Stück entlang des Wassers: Wer will, geht Richtung Lobau in die eine Richtung bzw. Richtung Alte Donau in die andere Richtung einfach weiter. Andrea empfiehlt die Kamera beim Spaziergang griffbereit zu haben: Hier lassen sich gut Tiere knipsen oder die Stimmung fotografisch festhalten.

Als wir das Strandbad Stadlau passieren, erzählt Andrea: „Das Gebäude war früher eine klassische Badkantine. Aber vor ein paar Jahren haben sie ein größeres Gasthaus daraus gemacht. Da kann man irrsinnig nett sitzen: im Sommer ist das urschön.“ Wenn das Wetter passt und ein Platz frei ist, sollten Sie also über eine Pause im Strand-Domizil nachdenken.

Über den Mühlgrund retour

Zurück zum alten Stadlauer Ortskern geht es über den Mühlgrund. Bevor Sie das Ufer des Mühlwassers verlassen, kommen Sie an einem Spielplatz vorbei, den zweiten – einen Waldspielplatz – passieren Sie am Rückweg. Andrea erinnert sich an früher: „Als mein Sohn klein war, haben wir immer so Spazierrunden gemacht – von Spielplatz zu Spielplatz.“ Falls Sie mit Kindern unterwegs sind, bieten sich hier gleich zwei Stopps an.

Bevor Sie in Stadlau wieder in die U- oder S-Bahn steigen, kommen Sie am Ende der Tour noch an der Pfarrkirche Stadlau vorbei.

#GOFUTURE

Durch den Lainzer Tiergarten

Wir betreten durch das Pulverstampftor den Lainzer Tiergarten um machen eine gemütliche Runde zum Nikolaitor


8.5 km2,5h

Bei dieser Wanderung reisen wir mit der S-Bahn an. Von der Station Wolf in der Au geht es über das Wiental zum Lainzer Tiergarten. Wir betreten ihn durch das Pulverstampftor und machen uns Richtung Johannser Kogel auf. beim Roten Ziegel gehen wir Richtung Nikolaitor. Nach rund zwei Stunden verlassen wir gut erholt den Lainzer Tiergarten und spazieren zur U-Bahn-Station Hütteldorf. Wer kein Rapidmatch sehen mag, fährt gleich zurück Richtung Innenstadt.

Springbrunnen am Schwarzenbergplatz
#GoFuture

Wiener Wasser

Vom Wienerwald bis zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt

Mobilitätsagentur Wien
101.1 km8 h

Wien ist eine Stadt am Wasser. Die Tour ist lang und sie kann gut in mehrere Etappen geteilt werden. Die Tour beginnt in Weidlingau und führt vom Wienfluss über den hügeligen Südwesten, vorbei an den Einmündungen der beiden Hochqellwasserleitungen zur Liesing. An zahlreichen Teichen entlang geht es über Wasserspielplatz und Wasserturm zum Amalienbad am Reumannplatz. Die Fahrt führt weiter zu den Gewässern rund um den Laaer Berg und dann zum Zentralfriedhof. Nun geht es Richtung Donau und über das Kraftwerk Freudenau in die Lobau. Über eine weite Schleife, über die Gewässer im Grünen Prater, radelt man über den Wienfluss zurück zum Donaukanal. Weiter zur Neuen und dann entlang der Alten Donau zum Marchfeldkanal. Über eine weitere Schleife entlang der Donau und des Donaukanals kommen wir in die City. Die Tour endet stilgerecht beim Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz.

Der Weg im Detail

 

#gofuture

Der Liesing entlang

Von Alterlaa in Liesing durch den Zentralfriedhof zum Tor 2 in Simmering

Julius Holländer
13.6 km3:30 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Route ist sehr gut mit den Öffis erreichbar. Das gilt auch für einzelne Abschnitte. So ist es möglich die Wegstrecke entsprechend dem individuellen Können zu verkürzen. Gleichzeitig man fast ausschließlich abseits von Straßen und lässt so die städtische Hektik schnell hinter sich.

Für wen ist dieser Weg geeignet? 

Der Weg ist großteils geschottert, Stufen o.ä. gibt es auf der Strecke keine. Zwischen Oberlaa und dem Zentralfriedhof gilt es eine Anhöhe zu erklimmen. Hier kann die Steigung etwas herausfordernd sein.

Was ist das Highlight der Route? 

Für mich ist der Blick vom Goldberg in Richtung Donauplatte das Highlight dieses Spaziergangs. Einkehrmöglichkeiten gibt es unterwegs ebenfalls. Wobei ich mir am liebsten die Belohnung ergehe. Am Zentralfriedhof selbst wartet in diesem Sinn die Kurkonditorei Oberlaa oder das Concordia-Schlössl. In Alterlaa liegt – gut versteckt im neuen Einkaufszentrum – die Konditorei Landmann.

Start: U-Bahn Alterlaa
Ziel: Straßenbahn-Station Zentralfriedhof, 2. Tor

 

Blick auf Wien
#GoFuture

Unten & Oben

Wien aus allen Perspektiven erfahren

Mobilitätsagentur Wien
31.4 km1:57 h

Wien ist geprägt von seiner Lage an der Donau und am Wienerwald. Die Tour beginnt in der Industriestadt Schwechat, wo mit der S7 hingefahren werden kann und führt über den Albener Hafen zur Mündung des Donaukanals. Entlang des Kanals geht es vorbei an der EBS, dem Kraftwerk Simmering und weiter an der Hundertwasser-Schiffsstation. Urania, Ringturm aber auch das Zarah Hadid-Haus sind spannende Gebäude entlang der Strecke. Am Donaukanal gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine Erfrischung. In Nussdorf verlassen wir das flache Wien und es geht vorbei an Heurigen und Weinbergen auf den Kahlenberg. Der grandiose Ausblick auf Wien lässt die Mühen der Auffahrt vergessen.

#gofuture

Auf die Hohe Wand, über den Wolken

Tagestour über Steige und Hütten im Wandergebiet südlich von Wien

Petra Jens
7.7 km2:20 h

Warum empfiehlst du diese Wanderung?

Es ist der kürzeste Weg an die Sonne, wenn Wien unter einer dicken Nebeldecke steckt. Bergfeeling inklusive!

Für wen ist diese Wanderung geeignet?

Für Erwachsene, für Familien mit alpiner Erfahrung. Trittsicherheit und Konzentration sind erforderlich. Es gibt eine kurze Leiter und ausgesetzte Stellen.

Was ist das Highlight der Wanderung?

Die Sonne über dem Nebelmeer! Wenn Wien tagelang unter einer grauen Nebeldecke steckt und sich die Stimmung zunehmend eintrübt, dann reicht oft schon ein Tagesausflug auf 700 bis 1.000 m Seehöhe, um die Sonne wieder zu sehen. Ein Blick auf den Wetterbericht und das Bergwetter lohnt sich jedenfalls.
Zur genauen Wegbeschreibung geht es hier entlang.

Wie kommt man hin und wieder nach Hause?

Anfahrt von Wien Hauptbahnhof nach Unterhöflein/Hohe Wand Bahnhof
Zu den Details

Rückfahrt von Grünbach am Schneeberg Bahnhof nach Wien Hauptbahnhof
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Empfohlen von Petra Jens:
Petra ist Wiens Fußgängerbeauftragte. Als Floridsdorferin liebt sie die Alte Donau. In ihrer Freizeit trifft man sie meist beim Wandern in den Wiener Hausbergen.

#GoFuture

Vom Kutschkermarkt zum Resselpark

Quer durch die pulsierenden Innenstadtbeziike

Guntram Münster
6.4 km1:45 h

Wer gerne schlendert, so wie er, braucht für die etwa sechseinhalb Kilometer von Währing bis Wieden etwa zwei Stunden. Wer dazu auch noch gerne mal im Kaffeehaus, oder Beisel sitzen bleibt, so wie er der kommt erst in der Dämmerung heim.

Der Weg im Detail

Radweg zum Bisamberg
#GoFuture

Rauf auf den Bisamberg

Mit dem Fahrrad hinauf in den hohen Norden Wiens

Mobilitätsagentur Wien
32.3 km2:38 h

Gemütlich geht es von der Reichsbrücke flussaufwärts bis zum Ende der Donauinsel. Über das Einlaufbauwerk geht es nach Langenzersdorf am Fuße des Bisambergs. Dann folgt ein kurzer aber knackiger Anstieg. Steil bergab geht es richtig Stammersdorf und entlang des Marchfeldkanals zurück zur Donau. Entlang des Entlastungsgerinnes wird wieder zur Reichsbrücke geradelt.

Der Weg im Detail

 

#Gofuture

Mahlzeit Wien

Mit dem Rad zu Gärtnereien, die Lobau und andere Tipps in der Donaustadt

Christian Rupp
35.1 km2:00 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Diese Radtour hat den großen Vorteil, dass sie nahezu flach ist. Das ist in Wien eher eine Seltenheit. Wer die Tour fährt, lernt ein vielschichtiges Wien kennen. Und die Donaustadt ist ganz schön lässig.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Die Radtour hat eine moderate Länge und ist flach. Außerdem gibt es entlang der Strecke zahlreiche Möglichkeiten für eine Rast. Klassische Familien-Tour, würde ich sagen.

Was ist das Highlight der Route?

Lobau, Alte Donau, Norbert-Scheed-Wald, See in der gleichnamigen Stadt, Hirschstettner Teich. Was willst du mehr.

Start: U-Bahn Stadtpark
Ziel: U-Bahn Stadtpark

Feld in der Donaustadt
#GoFuture

Nahrungsquelle Donaustadt

Ein kulinarischer Ausflug in die Donaustadt

Mobilitätsagentur Wien
36.3 km3 h

Die Donaustadt bietet uns durchaus auch eine kulinarische Tour. Gestartet wird bei der U1 Station Kaisermühlen. Vor der Praterbrücke biegt die Tour in den 22. Bezirk ab. In einer großen Runde durch die flache Donaustadt führt die Tour zu zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben, Gemeinschaftsgärten und Gärtnereien. Kosten, Naschen und Einkaufen inklusive. Die Tour führt zurück an die Neue Donau und zum Startpunkt.

Der Weg im Detail

 

#GOFUTURE

Von Liesing nach Alterlaa

Ein netter Spaziergang entlang der Liesing. Los geht es beim Bahnhof Liesing. Wir gehen bis nach Alterlaa


4.5 km1h
#GOFUTURE

Von Stammersdorf nach Strebersdorf

Von Stammersdorf über die Weinberge nach Strebersdorf


5.8 km1,5h

Wir starten bei der Endstation Stammersdorf der Straßenbhan Linie 31. Dann geht es hinein nach Stammerdsorf in die bekannten Weinberge am Fuße des Bisamberg. Über die Cleesgasse, die Weinsteiggasse und den Breitenweg erreichen wir den schönsten Teil der bekannten Stammersdorfer Kellergasse. Oben angekommen, gehen wir links bergab durch die Weinberge Richtung Strebersdorf. Die Krottenhofgasse fürht uns fast zur Endstation Strebersdorf. Von dort geht es mit der Straßenbahn 26. zurück.

#gofuture

Hinauf zum höchsten Punkt Wiens

Vom Grüass Di a Gott Wirt über die Habsburgwarte zum Agnesbründl in Döbling

Doris Ferbar
3.8 km1:10 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Diese Strecke ist ein sehr schöner Ausflug mit jungen Kindern und gut zu gehen. Mit sehr jungen Kindern, mit Kinderwagen oder für weniger Zeit kann die Habsburgwarte ausgelassen werden.

Für wen ist diese Strecke geeignet?

Für alle, die es lieben in den Wald zu gehen, um dabei etwas Abwechslung zu bekommen. Der zweite Teil der Runde führt auf betoniertem Weg und ist somit barrierefrei begehbar – aber enthält durchaus auch eine gute Steigung. Das gilt es zu beachten, wenn jemand geschoben werden muss.

Was ist das Highlight der Route?

Die Route hat eindeutig zwei Highlights: Einerseits – für die Großen – die Habsburgwarte, die mit ein bisschen Glück geöffnet ist und für einen netten Ausblick sorgt. Andererseits – für die Kleinen – die Tiere, die es beim Agnesbründl zu sehen gibt: Schweine, Kaninchen, Esel, Ponys, verschiedene Vögel. Natürlich gibt es dort auch was zu essen und wer Sagen mag, sollte noch einen kleinen Abstecher zum Namensgeber des Gasthauses, dem Agnesbrünnl (Quelle) machen.

Start: Bus-Station Höhenstraße/Rohrerwiese
Ziel: Bus-Station Höhenstraße/Rohrerwiese

#GOFUTURE

Zu Fuß durch die Geschichte der Leopoldstadt

In diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Spuren des jüdischen Lebens in der Leopoldstadt und erfahren mehr über die Matrosenanzüge der Wiener Sängerknaben.

Mario Damej
auf Instagram als "WiensGeschichten"
4.4 km1h 20 min

In diesem Spaziergang begeben wir uns auf die Spuren des jüdischen Lebens in der Leopoldstadt. Sie werden Orte besuchen, wo die einstige Gemeinde prosperierte, aber auch jene der Verfolgung. Nach dieser Tour werden Sie wissen, warum die Wiener Sängerknaben ihre Matrosenanzüge tragen und was es mit der „Medaille miraculeuse“ auf sich hat.

Route im Detail: Schwedenplatz (U1/U4), Schwedenbrücke, Taborstraße 5, Karmeliterplatz, Kleine Sperlgasse, Große Sperlgasse, Ludwig-Hirsch-Platz, Leopoldgasse, Karmelitermarkt, Haidgasse, Große Sperlgasse 24, Haidgasse 8, Rotenkreuzgasse, Große Pfarrgasse, Kleine Pfarrgasse, Alexander-Poch-Platz 6, Castellezgasse, Pfeffergasse, Taborstraße, Klanggasse, Augarten, Gaußplatz 14, Gaußplatz, Württemberggasse, Brigittenauer Lände, Friedensbrücke (U4).

1. Schwedenbrücke

Über Jahrhunderte (1368 bis 1782) hinweg war die Schlagbrücke die einzige feste Verbindung zwischen Wien und dem Vorort “Unteres Werd”. Nur auf dieser war das Schlachten (Schlagen) von Großvieh erlaubt, daher rührt auch ihr Name. Das Blut der Tiere verunreinigte jedoch das Wasser, und so endete die Praxis im 16.Jhdt. Werd ist ebenfalls ein Begriff aus jenen Tagen und bedeutet Insel. Damals war diese Gegend keine zusammenhängende Landmasse. Sie glich vielmehr einer Inselgruppe, die von den Seitenarmen der Donau durchströmt wurde.

Zahlreiche Überschwemmungen, die osmanischen Truppen und die Wirren des Zweiten Weltkrieges zerstörten die Brücke mehrmals. Stets wurde sie wieder neu errichtet wie zuletzt 1946. Ihren heutigen Namen erhielt sie 1919, als der Kaiser-Ferdinands-Platz in Schwedenplatz umbenannt wurde. Damit zeigte Wien seine Dankbarkeit für die humanitäre Hilfe nach dem Ersten Weltkrieg. Damals herrschte Hunger in der einstigen Kaiserstadt, vor allem die Kinder litten unter der Nahrungsknappheit. Tausende von ihnen wurden daher in das Ausland gebracht, um sich dort zu erholen, eine helfende Nation war Schweden.

2. Taborstraße 5

Die Taborstraße verband die Schlagbrücke mit dem Tabor. Dabei handelte es sich um eine Verteidigungsanlage, die im Zuge der Hussitenkriege (1420 – 1434) errichtet wurde. Während der Kämpfe um Wien von 1529 wurde dieser aber stark beschädigt. Nach 17 Tagen der osmanischen Belagerung war der Großteil des Unteren Werds zerstört.

Eine Besonderheit in der Taborstraße ist ein unauffälliges Straßenschild. Es wurde vom Künstler Sebestyén Fiumei geschaffen. Er wollte damit aber nicht den marodierenden Hussiten ein Denkmal setzen, sondern dem Berg Tabor. Dieser nimmt im jüdischen Glauben eine essenzielle Rolle ein. Er ist darin das Zentrum der Welt. Jüd:innen bezeichnen diesen als Weltenberg, mit eben diesem wollte der israelische Künstler eine Verbindung knüpfen. Deshalb steht auf seinem Kunstwerk “Taborstraße” aber in hebräischer Schrift.

3. Stadtschrift: Ludwig-Hirsch-Platz

An dieser Hauswand befindet sich ein Ensemble von alten Schriftbildern, die einst verschiedene Geschäfte zierten. Das Projekt “Stadtschrift” schenkt diesen Typographien ein zweites Leben. Initiiert wurde das Vorhaben von der Mobilitätsagentur und den Anrainer:innen. Seit 2012 wurden vier solcher Installationen verwirklicht. Mit ihnen wird uns vor Augen geführt, wie handwerklich anspruchsvoll die Fassadenbeschriftungen einst waren.

Tipp: Lesen Sie am besten die Infotafel vor Ort, diese erklärt Ihnen ganz genau, woher die einzelnen Schriftzüge stammen.

4. Karmelitermarkt

Der Karmelitermarkt ist heute einer der ältesten noch bestehenden Märkte der Stadt. Ursprünglich befand er sich vor der Karmeliterkirche und wurde „Markt im Werd“ genannt. Er hat seine Anfänge unter Leopold I., welcher 1671 den dortigen Bewohner:innen das Marktrecht zusprach. Von da an durften sie Lebensmittel und Vieh verkaufen. Der Markt florierte und dehnte sich über die Jahre hinweg immer weiter aus. 1910 wurde dieser dann auf den heutigen Standort verlegt.

5. Steine der Erinnerung: Rückseite der Garage am Karmelitermarkt

“Wirklich tot sind nur jene, an die man sich nicht mehr erinnert” dieses jüdische Sprichwort war die Inspiration für die “Steine der Erinnerung”. Das Konzept erdachte sich der Berliner Künstler Gunter Demnig. Er platzierte 1996 den ersten seiner “Stolpersteine”, sie wurden zu Orten des Gedenkens für die tausenden Opfer des Holocausts (altgriechisch für Brandopfer). In Wien werden die Steine der Erinnerung seit 2005 vom gleichnamigen Verein verlegt. Sie erzählen ausgewählte Geschichten der 65.000 Wiener:innen, die in den KZs ermordet wurden. Heute gibt es in 24 europäischen Staaten 75.000 Steine. Das Projekt wurde so zum größten dezentralen Mahnmal der Welt.

6. Kriminalmuseum: Große Sperlgasse 24

Kaiser Ferdinand II. (1578 – 1637) gab 1624 den Jüd:innen das “Privileg”, sich in einem neu geschaffenen Ghetto im Unteren Werd anzusiedeln. Zu diesem Zweck wurde ihnen das Gebiet rund um die Große Sperlgasse zugewiesen. Entlang dieser lebten die reichsten jüdischen Geschäftsleute der Gemeinde, weshalb sie damals Herrengasse hieß. In den Jahrzehnten, die folgten, wurden zwei Synagogen, ein Hospital, eine Schule und das Gemeindehaus errichtet. Dieses steht noch heute und beherbergt das Wiener Kriminalmuseum. In Wien (heutige Innere Stadt) selbst war ihre Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Lediglich in der Judengasse durften sie ihren Geschäftstätigkeiten nachgehen. Am Abend mussten die Jüd:innen wieder zurück in das Ghetto. Trotz der Widrigkeiten lebten Mitte des 17. Jhdts. ungefähr 1.400 Personen in der Ortschaft und bildeten eine prosperierende Gemeinde. Doch dann kam Leopold I. (1640 – 1705) an die Macht, was alles ändern sollte.

7. Haus zum Siege: Haidgasse 8

Unter der neuen Außenfassade verbirgt sich eines der ältesten Häuser des Bezirkes, es stammte ebenfalls aus dem Ghetto des 17.Jhdts. Die Aufschrift zum Sieg erinnert an die Schlacht von Aspern von 1809. Erzherzog Karl (1771 – 1847) hatte Napoleons Truppen vorerst besiegt, der Preis dafür war aber hoch. Auf den Äckern rings um die St.Martins Kirche starben binnen 30 Stunden 40.000 bis 60.000 Soldaten, zusätzlich gab es zehntausende Schwerverletzte. Die Soldaten wurden vor Ort in Massengräber verscharrt, daher werden bei den Bauarbeiten zur Seestadt Aspern noch heute Skelette zu Tage befördert.

8. Leopoldskirche: Alexander-Poch-Platz 6

Margarita Teresa (1651 – 1673), die Gattin des Kaisers, hatte mehrere Fehlgeburten erlitten. Für all das Unglück machte sie die Jüd:innen verantwortlich. Als 1668 ein Feuer im Amalientrakt der Hofburg ausbrach, wurden die Brandstifter ebenfalls im Unteren Werd vermutet, natürlich waren diese Anschuldigungen falsch. Die antisemitischen Ressentiments machten sich am kaiserlichen Hof immer mehr breit und Leopold I. fasste den Entschluss, die jüdische Gemeinde zu vertreiben. Einzig die Bekehrung zum Christentum hätte sie davor bewahren können. Aber die meisten Menschen blieben ihrem Glauben treu und so verließen 1.600 Menschen das Ghetto. Die Neue Synagoge wurde abgerissen, darüber erbaute der Kaiser die Leopoldskirche, welche dem hl. Leopold (1073 – 1136) geweiht war. In jenen Tagen bekam die Ortschaft ihren heutigen Namen, die “Leopoldstadt”. Seit 1776 wird das Hauptportal vom hl. Leopold und dem hl. Florian flankiert.

9. Augarten

Der Augarten ist heute die älteste barocke Gartenanlage Wiens. Anfangs diente die einst unberührte Aulandschaft dem Kaiser als Jagdrevier. Im Laufe der Geschichte erfuhr die Gegend aber viele Veränderungen. Beispielsweise wurde ein barocker Lustpark errichtet, in dem sich das Gartenschlösschen “Favorita” von Leopold I. befand. Die osmanische Belagerung zerstörte das Idyll, nichts als Mauerreste sollten übrigbleiben. Später ließ Karl VI (1685 – 1740), der Vater von Maria Theresia, einen Garten französischen Stils anlegen. Es war die erste Parkanlage dieser Art in Österreich, welche in ihrer Gestaltung bis heute überdauert hat. Im Park spielten Mozart, Beethoven, Schubert, Strauß und noch viele andere Komponisten die berühmten Augartenkonzerte. Franz Joseph II. funktionierte den Garten schlussendlich zu einem „Erlustigungsort“ für die Bevölkerung um.

10. Palais Leeb: Augarten

Das Palais wurde Ende des 17.Jhdt errichtet, Auftraggeber war nicht etwa ein Habsburger, sondern der Ratsherr Zacharias Leeb. Nach seinem Ableben beherbergten die Mauern Persönlichkeiten des kaiserlichen Hofes. Im Ersten Weltkrieg wurde es zu einem Lazarett umfunktioniert, später lebte dort Bundeskanzler Kurt Schuschnigg. Seit 1948 ist es für die Wiener Sängerknaben Ausbildungsstätte, Wohnsitz und Gymnasium zugleich. Übrigens tragen die Wiener Sängerknaben seit der Ersten Republik ihre berühmten Matrosenanzüge. Die Entscheidung dahinter war rein praktischer Natur. Nach dem Ersten Weltkrieg herrschte Armut in der jungen Nation, aber eines hatten fast alle Buben daheim, einen Matrosenanzug.

11. Flaktürme: Augarten

Im Augarten steht noch heute die Flugabwehranlage “Peter”. Es war eines von drei Flakturmpaaren, die den Luftraum verteidigen sollten. Sie wurden im Blitztempo errichtet, wie viele Zwangsarbeiter bei den Bauarbeiten starben ist nicht bekannt, Sicherheit war von keiner Relevanz. Zuerst besuchen wir den Leitturm. Dieser war mit einem Radar sowie Suchscheinwerfern ausgestattet und über ein Kommunikationskabel mit dem G(efechts)-Turm verbunden. Die Besatzung fungierte als die Augen der Schützen und gab die Höhe und Entfernung des Beschusses vor. Der G-Turm war der modernste seiner Art im Dritten Reich. Er ist 149.000 Tonnen schwer und 55 Meter hoch. Rings um ihn, können Sie die “Schwalbennester” sehen, hier standen 2-cm-Flugabwehrkanonen. Darunter befinden sich die Betonstützen der Bauarbeiten. Auf dem Dach gab es vier Primärwaffen (12,8-cm-Zwillingsflak-Geschütze). Der Turm ist heute so beschädigt, weil nach Kriegsende die zurückgelassene Munition in die Luft flog. Ein paar Burschen hatten sich einen Spaß erlaubt, zum Glück ist ihnen nichts passiert.

12. Muttergotteskirche zur hl. Medaille: Gaußplatz 14

Nach dem Verlassen des Augartens sollten Sie unbedingt die Muttergotteskirche betreten. Die beinahe 75 Jahre alte Pfarre erinnert an ein Wunder, welches sich im Paris des Jahres 1830 zugetragen haben soll. Damals hatte die Ordensschwester Katharina Labouré eine Marienerscheinung, während sie im Mutterhaus der Vinzentinerinnen betete. Die Heilige stand darin auf einer Erdkurgel und war von folgenden Worten umrahmt „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen“. Die Gottesmutter gab Katharina die Aufgabe, diese Offenbarung auf einem Schmuckstück zu verewigen und es zu verteilen. Diese „Medaille miraculeuse“ sollte all ihren Träger:innen, welche sich in Not befanden, göttlichen Beistand gewähren. Es ist wohl keine Überraschung, dass die Medaille zu einem Verkaufsschlager wurde.

13. Friedensbrücke

Die Brücke erinnert an den Friedensvertrag von St. Germain-en-Laye. Dieser trat 1920 in Kraft und bestätigte die Auflösung von Österreich-Ungarn. Das Dokument beinhaltete insgesamt 381 Artikel, welche die Zukunft Österreichs formten. Es verpflichtete die Erste Republik zu Reparationszahlungen, sowie Gebietsabtretungen, wie z.B. Bukowina an Rumänien oder Istrien an Italien. Über den Verbleib von Südkärnten und Westungarn (heutiges Burgenland) sollten Volksabstimmungen entscheiden. Der jungen Nation wurde ein Anschluss an Deutschland untersagt. Weiters musste die allgemeine Wehrpflicht abgeschafft werden. All dies wurde ohne das Beisein der österreichischen Delegation ausverhandelt. Der Vertrag wurde lediglich zur Unterzeichnung vorgelegt, was Karl Renner (1870 – 1950) am 10. September 1919 auch tat. Damit war der Erste Weltkrieg nun auch formal beendet.

 

Mario Damej widmet sich auf Instagram der Wiener Geschichte und den Geschichten Wiens. Auf dem Instagram-Kanal „WiensGeschichten“ erfahren Sie zweimal wöchentliches Neues zu historischen Persönlichkeiten, Legenden und Wiener Orten mit Geschichte.

Eingang zum Sparefrohspielplatz
#GOFUTURE

Silvias LiDo-Runde zum Donaupark

Vom Wasserpark zum Donaupark: Vorbei an Denkmälern, Erinnerungen und Grünräumen

Silvia Benes
Ur-Floridsdorferin
5.7 km1:30h

Silvia zeigt uns einen ihrer Lieblingswege durch LiDo (Links der Donau). Vom Floridsdorfer Wasserpark entlang der Alten Donau zum Donaupark und wieder retour führt einer der Wege, den sie häufig mit ihrer Nachbarin geht. Als Floridsdorferin, die bereits seit Jahrzehnten hier lebt und sich auch politisch in der SPÖ-Donaufeld engagiert, hat sie viel zu erzählen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Wege hat sie uns gezeigt.

1. Ehemalige S-Bahnstation „Strandbäder“

„Da vorne gab’s eine Schnellbahnstation, wie ich vor 50 Jahren hergezogen bin. Die hieß Strandbäder und das war sehr praktisch. Da sind aus ganz Wien die Leute mit der Schnellbahn hergefahren mit Sack und Pack und haben sich da an den Stränden verlustiert oder sind ins Angelibad gegangen. Die hat man 2000 leider aufgelassen, weil auch die U6 Neue Donau sehr nah ist.“

2. Angeliwiese, Romawiese, Dragonerwiese

„Bei uns in Floridsdorf heißt die Wiese Schodda, da Schodda. Also „der Schotter“, weil es ein Kiesstrand ist. Auch „Lagerwiese“ ist gebräuchlich. Der frei zugängliche Strand ist halt für die Leute, die wirklich wenig Mittel zur Verfügung haben. Im Sommer ist es ganz voll. Ich hab einen Freund, der von der Mindestsicherung gelebt hat und der war ganz oft da. Und auch Großfamilien sind auch da.“

3. Kreuzung Jenischenweg/Sintiweg

„Da gab es früher einen ganz ganz schmalen Durchgang und der wurde jetzt vor 2-3 Monaten verbreitert. Und kann man jetzt angenehm durchgehen. Früher war das so ein Geheimgang.“

4. Donaupark

„Ich war das erste Mal 1964 hier und da hat’s noch ganz anders ausgeschaut. Damals war die WIG (Wiener Internationale Gartenschau) hier und da war die Sesselliftstation, denn man konnte mit dem Sessellift im Dreieck fahren. Und dann gab’s lauter so kleine Abteile, so Fleckerl, die künstlerisch ausgestaltet waren. Entweder mit bunten Schirmen oder mit Skulpturen oder als Vogelhaus mit lauter Papageien, Kanarienvögel und Wellensittiche drinnen. Und ja, natürlich die Liliputbahn, die gibt’s eh noch immer. Also, die Kunstwerke habe ich überhaupt nicht verstanden als Kind. Jetzt tut’s mir aber schon leid, dass das meiste schon weg ist. Jetzt ist’s nur mehr ein ehemaliger Ausstellungspark. Und er ist auch verkleinert worden. Dort drüber, wo die Hochhäuser stehen, das ist verkleinert worden, das ist abgezwackt worden.“

5. Papstwiese im Donaupark

„Das ist die berühmte Papstwiese mit dem Kreuz dort. Und bei Schönwetter ist die bummvoll, da spielen’s Fußball, Cricket und andere Ballspiele. Familien machen Picknick. Alles, da wird alles gespielt. Das ist ganz wichtig so eine riesige Wiese.“

6. Bühne im Donaupark

„Früher gab es eine sehr sehr große Bühne im Donaupark. Das ist ein Rest der Tribüne, da ging’s links und rechts noch weit weiter. Da haben 5000 oder 6000 Leute Platz drauf gehabt. Und gegenüber am anderen Ufer war die Bühne. Das war die erste Seebühne. Und hier haben wir uns auch viele Veranstaltungen angeschaut. Musik, Musical, alles mögliche gab’s da. Auch jetzt gibt es wieder eine Bühne, auf der anderen Seite, aber eine ganz kleine Bühne. Da ist mehr so Volksmusik, die hör ich manchmal bis zu mir nachhause. Festbühne heißt die. Wenn man die Brücke rüber geht am Abhang. Da sitzt man im Grünen und unten ist die kleine Bühne. Ist auch ganz lieb.“

7. Sparefrohspielplatz im Donaupark

„Der Sparefrohspielplatz ist ja ein richtiger Abenteuerspielplatz für Größere. Daneben gibt’s den für kleinere Kinder, die sind direkt miteinander verbunden. Das ist auch super, weil die Eltern mit den kleinen Kindern auf der einen Seite sein können und die großen laufen einfach rüber und vergnügen sich dort. Da hab ich schon gespielt: tage-, wochenlang. Auch meine Kinder, die auch mittlerweile erwachsen sind. Das ist halt unser Lieblingsspielplatz. Und der Sparefrohspielplatz verändert sich auch im Laufe der Jahre immer wieder. Da oben stand z.B. eine Mondrakete, in die man hineinklettern konnte. Das Kanu gab’s am Anfang schon, das ist eines der allerältesten Dinge, alles andere wurde glaub ich in der Zwischenzeit ausgetauscht. Oben gab’s damals auch Zelte – die waren nur aus so Stangen. Also man konnte da wunderbar spielen. Und da beim Haupteingang vom Sparefrohspielplatz gibt’s einen sehr netten Kiosk, der sehr sehr guten Kaffee hat.“

8. Birnersteg

„Der Birnersteg ist der einzige Steg über die Alte Donau in Floridsdorf, oder eben über den Damm bei der Schnellbahn. Die Brücke gibt’s wirklich schon immer. Damals hat die Familie Birner eine von diesen Schiffmühlen, die Getreide gemahlen haben, gekauft. Und mit der Donauregulierung sind die alle trocken gefallen, weil kein Durchfluss mehr war und das alles abgetrennt wurde vom Donaustrom. Und dann haben sie sich überlegt, was sie jetzt machen. Dann haben sie ein Gasthaus gemacht. Außerdem hatten sie ein kleines privates Schwimmbad mit Kabinen und allem drum und dran –  und eben mit einer Brücke, damit man’s auch von der Stadt erreichen kann. Und dieses kleine Bad gab’s auch noch, wie ich 1968 hergezogen bin. Da gab’s das Bad für die Armen, das war das Angelibad, und das Bad für die Reichen, das war das Birnerbad. Ich wär da echt gern mal hin, aber es war doppelt so teuer. Und plötzlich war’s weg. Aber das Gasthaus gibt’s noch immer. Es ist auch tatsächlich noch immer im Familienbesitz.

Die Birnerbrücke ist auch mein erster kommunalpolitischer Erfolg. Da gab’s ja die Forderung, dass man das Radfahren verbietet hier. Zwar wurde die Brücke eh schon verbreitert, ist aber immer noch zu schmal. Und dann habe ich vorgeschlagen, wir könnten eine Fairnesszone daraus machen. Dann hat’s geheißen, dass man nicht irgendwas auf den Boden malen kann, was einem gerade einfällt. Dann habe ich Fotos am Donaukanal gemacht und habe die unserem Bezirksvorsteher Georg Papai geschickt. Zwei Monate später hat’s geklappt, und ein weiteres Monat später hat der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevriry nach der Kagraner Brücke auf der Promenade auch eine „Fairnesszone“ eingeführt. Ich bin ganz stolz. Wenn hier einer zu schnell mit dem Rad fährt, schrei ich ihn an: „Fairnesszone, hearst!“ Sind eh fast immer nur Männer.“

 

Silvia ist meist mit ihrer Nachbarin beim Nordic Walking entlang der Alten Donau, im Donaupark oder im Donaufeld unterwegs. Das kennt sie alles wie ihre Westentasche, lebt sie doch bereits seit ihrer Kinderheit am LiDo (Links der Donau). Kein Wunder, dass sie sich als Ur-Floridsdorferin bezeichnet. 😉 Dennoch kann auch sie in ihrem Heimatbezirk noch Neues entdecken. Im Portrait auf wienzufuss.at können Sie nachlesen, welches Gewässer ihr bis vor kurzem unbekannt war. 

#gehcafe

Geh-Café: L(i)ebenswertes Margareten

Ein Spaziergang durch das Grätzl zwischen Hundsturm, Siebenbrunnenplatz und Margaretengürtel.

Klaus Mayer
1.5 km20 min
#GOFUTURE

Alexias Schleichweg

Alexia zeigt ihren ganz persönlichen Schleichweg durch Wien.

Alexia
4.6 km1,5 h

Alexias Tour ist ein erholsamer Spaziergang durch den 19. und 18. Bezirk. Los geht es in der Nusswaldgasse. Dort befindet sich die Zacherlfabrik. Diese ehemalige Industrieanlage sieht aus wie aus „1.000 und einer Nacht“. Ornamente und Türmchen zieren die Fassade. Auf alle Fälle ist die Zacherlfabrik einen Besuch wert.

Weiter geht es über den leicht hügeligen Karl-Fellinger-Park. Ein richtiger Schleichweg, der im berühmten Cottage-Viertel mündet. Die Fassaden der herrschaftlichen Häuser der Gründerzeit eignen sich sehr, um dort einen gemütlichen Spaziergang zu machen.

Ein kurzer Abstecher die Hartäckerstraße hinauf, führt zu einem tollen Ausblick auf den Kahlen- und Leopoldsberg.

Am Rande des Türkenschanzparks geht es in den 18. Bezirk nach Währing. Die Tour endet am Kutschkermarkt. Dort ist der perfekte Ort für eine Stärkung nach dem Spaziergang.

#Gofuture

Alles bleibt im Wandel. Vom Julius-Tandler-Platz zum Yppenplatz

Ein Spaziergang zeigt die moderne Vorstadt

Guntram Münster
6,5 km2 h

Der Spaziergang zeigt: die Stadt verändert sich ständig. Um Wiederholung wird gebeten.
Wir starten im Alsergrund beim Franz Josefs Bahnhof und gehen hinauf bis zum Schubertpark biegen dann ab Richtung Elterleinplatz und beenden unseren Spaziergang am Yppenplatz in Ottakring.
Der Spaziergang ist aus der Sicht von Guntram Münster beschrieben.

Zur detaillierten Wegbeschreibung

#gofuture

Von Seite zu Seite – die Wiener Buchtour

Lesen und Kulinarik für jeden Geschmack von Währing bis nach Margareten

Kathrin Ivancsits
6.2 km1:40 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Route ist genau wie Wien: alte und neue Architektur, viel Grün, alles, was das Leben lebenswert macht neben-, hinter- oder übereinander. Die Route führt an mehreren Buchgeschäften, Lokalen und Kulturzentren vorbei. Ideal für Buch-, Kultur- und Wien-Liebhaberinnen und -Liebhaber. Flanieren vom Feinsten. Und natürlich gibt’s Pausen dazwischen, beim Kaffeetrinken oder in Büchern schmökern.

Für wen ist dieser Weg geeignet? 

Jede und jeder kann hier entlang spazieren. Wer mit Kindern unterwegs ist oder nicht so gut zu Fuß, kann die Tour abkürzen und nur Teile davongehen. Man entdeckt entlang des Weges Bewährtes, Neues und Bewährtes neu. Und das beste: auf zwei Wiener Märken gibt es kulinarische Stärkung.

Was ist das Highlight der Route? 

Herausfinden, welches Buchgeschäft das schönste Wiens ist. Also, Schuhe anziehen und ein Sackerl mitnehmen, für die neuen Bücher … Zur genauen Wegbeschreibung geht es hier entlang.  

Start: Straßenbahn-Station Kuktschergasse
Ziel: Bus-Station Ziegelofengasse

#gofuture

Ausblick auf die Donaumetropole

Smaragdeidechsen, Stiegen und die steilste Straße Wiens in Döbling

Martin Blum
5.6 km2:00 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Ein angebrochenes Wochenende in Wien und du hast den Wunsch einen kleinen Ausflug mit Ausblick zu machen? Dann ist diese Tour eine gute Wahl. Mit etwas Glück entdeckt man in der wärmeren Jahreszeit am steilen Nasenweg auf den Leopoldsberg Smaragdeidechsen im Gebüsch. Die Ausblicke von Leopoldsberg, Kahlenberg und Nussberg sind unvergleichlich.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Die Tour ist kurz, etwas Grundkondition aber nötig, weil der Steig auf den Leopoldsberg lange und die Eisernenhandgasse zurück zum Kahlenbergerdorf steil ist.

Was ist das Highlight der Route?

Nasenweg, Burg Leopoldsberg, Kahlenberg, Nussberg, mögliche Einkehr bei einem Heurigen, die Eisernenhandgasse als steilste Straße Wiens und das Kahlenbergerdorf.

Start: Bus-Station Kahlenbergerdorf
Ziel: Bus-Station Kahlenbergerdorf

Über den Donauradweg ist der Start- und Zielpunkt der Tour im Kahlenbergerdorf gut mit dem Fahrrad erreichbar. Fahrradabstellbügel befinden sich nahe der Einstiegsstelle.

Großfeldsiedlung
#GOFUTURE

„Die Nördliche“ Tour

Von der Großfeldsiedlung zum Marchfeldkanal. Aus dem Buch „10.000 Schritte in Wien. Zum Gehen verführt“

Inge Fasan
6.9 km1:30h

Charakter der Tour

Die durchwegs ebene Strecke führt von der Großfeldsiedlung über die Felder zum Marchfeldkanal, der sich zu einem naturnahen Freizeit- und Erholungsparadies gemausert hat.

Highlights aus der Tour

In der Großfeldsiedlung – errichtet zwischen 1966 und 1971 – wandern Sie auf den Spuren des Films „Nordrand“ (1999, Regie: Barbara Albert) und entdecken Kunst am Bau: Werke von insgesamt 54 Künstler:innen schmücken Gebäude und Gelände der größten Plattenbausiedlung Österreichs.

Die Nordrandsiedlung  wurde im „Roten Wien“ begonnen und im „Schwarzen Wien“ 1936 fertiggestellt: Als Gegenleistung für je 2.000 Stunden erhielten Arbeitslose Parzellen, die gemeinsam zu bebauen waren. geben sich noch als jene einfachen Ziegel-Holz-Bauten zu erkennen.

Im „Wald der jungen WienerInnen“ veranstaltet die Stadt Wien jährliche eine Waldpflanz-Aktion. Seit 1985 werden in waldarmen Gebieten am Nordost- und Südrand der Stadt Bäume und Büsche gepflanzt. Achten Sie auf die weiten Felder, die Wolken und vor allem die Krähen.

Ein Blick über die Schulter zeigt die Silhouette des Gasturbinenkraftwerks Leopoldau, unter den Anrainer:innen nur kurz „Gaswerk“ genannt, das in seiner heutigen Form seit den 1970ern Energie liefert. Einige der einst zum alten Gaswerk gehörenden historischen Bauten sind jetzt ins Bauprojekt Neu-Leopoldau integriert, das vor allem Wohnraum für junge Menschen schaffen  soll. Am Nordrand tut sich also etwas!

Gegen Ende der Route spazieren Sie an der Kirche St. Cyrill und Method vorbei. Neben dem etwas erhöht gelegenen Bau finden Sie Spiel- und Sportgeräte – ein beliebter Treffpunkt.

Tour im Detail

Die ausführliche Routenbeschreibung finden Sie im Buch „10.000 Schritte in Wien. Zum Gehen verführt“ von Inge Fasan mit Fotos von Lukas Lorenz. Dieses Buch liefert 15 Touren quer durch Wien, auf denen die „10.000“ leichtfüßig und mit Genuss zu erwandern sind.

Die Autorin Inge Fasan ist begeisterte Hobby-Promenadologin. Das Gehen in Wien hat für sie einen besonderen Reiz, denn auch oft besuchte Ecken bieten überraschende Ein- und Ansichten: Im Vorbeigehen Geschichte(n) zu entdecken ist ihre große Leidenschaft.

Start: U1-Station Großfeldsiedlung

Ende: Straßenbahn-Station Anton-Schall-Gasse (Straßenbahnen 30/31)

#GOFUTURE

Evelyns Schleichweg

Evelyn Brezina zeigt uns ihren Blick auf Margareten, den 5. Wiener Gemeindebezirk. Die Route ist vollständig barrierefrei.

Evelyn Brezina
1.2 km0,5h

Evelyn Brezina liegt das Fotografieren. Sie ist nahezu jeden Tag unterwegs, um Wien so abzulichten, wie sie es sieht. Mit Talent und einem Blick fürs Detail entstehen dabei wunderbare Fotos. Da Evelyn mit den Rollstuhl unterwegs ist, ist die hier beschriebene Route barrierefrei.

Gelingt es dir, entlang der Route die Orte zu finden, die Evelyn in diesem Video besucht hat?

Folge Evelyn auf Instagram, um ihren Blick auf Wien zu entdecken.

#GoFuture

Dürre & Reiche Liesing – Schwechat – Donau

Entlang der Liesing durch das südliche Wien

Fahrrad Wien
30.5 km2,5 h

Gestartet wird in Perchtoldsdorf, das mit der Schnellbahn erreicht werden kann. Dann führt der Weg nach einem kurzen Anstieg immer leicht bergab. Vorbei an für die Stadt bedeutenden Bauwerken wie der Hochquellwasserleitung oder dem Wohnpark Alterlaa. Dann geht es entlang der Liesing bis nach Schwechat und deren Mündung in die Donau.

Der Weg im Detail

 

Blick auf Wien
#GoFuture

Praterstern-Höhenstraße-Praterstern

Wien zu Füßen

Mobilitätsagentur Wien
38 km2:54 h

Die hügeligste Tour mit der Aussicht auf Erholung beim Heurigen. Los geht es am Praterstern. Entlang des Donaukanals flussaufwärts wärmen wir uns für das hügelige Döbling auf. Bei der Müllverbrennungsanlage Spittelau geht es immer leicht bergauf nach Sievering. Mitten im Wienerwald biegt die Tour auf die bekannte Höhenstraße, die längste Straße Wiens ab. Durch den Wald und teils über Kopfsteinpflaster geht es bis auf den Kahlenberg. Nach einem Abstecher zum kleinen Bruder, dem Leopoldsberg rollen wir Richtung Klosterneuburg über Serpentinen steil bergab. Zurück nach Wien geht es am Donauradweg.

Der Weg im Detail

 

#GOFUTURE

Geh-Café 2022: 1150

Zum Auftakt der Geh-Café-Saison im Jahr 2022 waren wir rund um den Westbahnhof unterwegs.


1.9 km1h

Beim Geh-Café im April 2022 haben wir uns das Grätzl rund um den Westbahnhof und den neuen Ikea angesehen. Zahlreiche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen haben zu mehr grün, Platz fürs zu-Fuß-Gehen  und mehr Ruhe geführt.

Eine detaillierte Beschreibung finden Sie hier

 

#GOFUTURE

Entlang des Liesingbachs

Am Liesingbach finden die Füße kühles Nass an heißen Sommertagen.

Sebastian A.
eingesendet beim Wien zu Fuß-Wettbewerb "Wien sucht den coolsten Sommerspaziergang" (2013)
10.4 km2,5 h
#GOFUTURE

Zwischen Tradition und Moderne – Kulturpfade durch Neustift a. W. – Salmannsdorf

Wiens kleinste Volksschule, die Somerhaide und Weinberge. Im 19. Bezirk fühlt sich Wien oft schon ziemlich ländlich an. Herr Burkart von der Kulturinitiative Neustift a. W. – Salmannsdorf hat einen vielfältigen Spaziergang zusammengestellt - zwischen Tradition und Moderne.

Kulturinitiative Neustift a. W. – Salmannsdorf
2.3 km1h

Die Route verläuft von der Rathstraße, über den Hauerweg und die Straße Neustift am Walde zum alten Neustifter Friedhof. Weiter zum Sommerhaidenweg, zur Neustifter Kirche und über das Fuhrgassl zur Mariensäule. Über die Salmannsdorfer Straße und die Celtesgasse endet die Route bei der Volksschule Celtesgasse.

Detailinformationen zu den einzelnen Stationen finden Sie hier: Zwischen Tradition und Moderne – Kulturpfade durch Neustift a. W. – Salmannsdorf

#GOFUTURE

Bärlauch und Bächlein

Erholung pur im Wienerwald bei Dreimarkstein und Simonsberg in Döbling

Christian Rupp
5.6 km1:40 h

Warum empfiehlst du genau diese Strecke?

Die Route ist eine kurze, leicht zu erreichende Runde durch den Wienerwald. Das Schöne: Sie ist zwar in einem Gebiet, in dem viele Spaziergängerinnen oder Wanderer unterwegs sind, wenn man aber von den „Waldautobahnen“ abbiegt, ist man rasch alleine im Wald und kann die Geräusche des Wienerwalds genießen. Erholung pur.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Die Runde ist auch mit kleineren Kindern gut zu machen, weil sie abwechslungsreich und nicht zu lang ist. Kinderwagentauglich ist sie nicht. All jene, die einmal ein rasches Auslüften benötigen, lade ich ein, die Runde zu gehen.

Was ist das Highlight der Route?

Die Route besticht durch ihre Einfachheit und durch die Tatsache, dass sie rasch mit anderen, bekannten Wegen im Wienerwald kombiniert werden kann. Zwischen der Weidlingbachstraße und den „Schützengräben“ lasst sich gut über Bäche hüpfen (nicht hineinfallen) und wenn die Zeit reif ist, ganz toll Bärlauch sammeln.

Start: Bus-Station Wien Dreimarkstein
Ziel: Bus-Station Wien Dreimarkstein

Andreas auf seinem Handbike in einer Simmeringer Wohnstraße
#GOFUTURE

Andreas‘ Schleichweg

In die Simmeringer Haide und auf die Donauinsel.

Andreas
26 km2:05h

Andreas nimmt uns mit in die Simmeringer Haide. Dort passieren wir nicht nur die Fabrik, die den Covid-19-Impfstoff verteilt, sondern sehen auch, wo das Gemüse für Wien angebaut wird. Der Ausblick über Wien darf natürlich nicht fehlen.

Blick auf die Franziskanerkirche
#GOFUTURE

Zu-Fuß durch die dunklen Geschichten der Inneren Stadt

Vom Stephansplatz in die Augustinerstraße führt Sie diese Tour an zehn Orte, die mit dunklen Ereignissen in Verbindung stehen.

Mario Damej
auf Instagram als "WiensGeschichten"
2 km0:31

Der Spaziergang durch die Innere Stadt wird Sie an zehn Orte führen, die mit dunklen Ereignissen in Verbindung stehen. Ausganspunkt ist das Haus zum Goldenen Becher, welches über den Stephansplatz erreichbar ist. Der weitere Weg wird Sie bis zu jenem Winterpalais führen, dessen Hausherrin als die Blutgräfin in die Geschichte einging.

Route im Detail: Stock-im-Eisen-Platz, Stephansplatz, Domgasse, Blutgasse, Singerstraße, Liliengasse, Weihburggasse, Ballgasse, Rauhensteingasse, Himmelpfortgasse, Seilerstätte, Annagasse, Kärntner Straße, Marco-d‘Aviano-Gasse, Neuer Markt, Tegetthoffstraße, Neuer Markt, Plankengasse, Dorotheergasse, Augustinerstraße.

1. Haus zum Goldenen Becher (Stock-im-Eisen-Platz 2)

So einladend der Name klingt, so grausam ist die Geschichte dahinter. Der Name dieses Hauses erinnert an ein Verbrechen, das sich vor über 500 Jahren ereignete. Damals schritt ein Priester den Graben entlang, in seinen Händen trug er die Monstranz, in diesem Gefäß befand sich die Hostie, somit der Leib Christi.

Aus der Besuchermenge stürmte plötzlich ein Bursche hervor, riss den “goldenen Becher” aus den Händen des Geistlichen und warf das Heiligtum fluchend zu Boden. Die Bestrafung für diesen Frevel war hart: Scharfrichter hackten ihm die Wurfhand hab, schnitten seine Zunge heraus und übergaben seinen Leib den Flammen.

2. Stephansplatz

Sind Ihnen schon die abstrakten Kreuze auf dem Bodenbelag des Stephansplatzes aufgefallen? Sie erinnern an den Friedhof, der sich hier befand. Nach dessen Auflösung 1783 wurden die Gebeine in die Katakomben verlegt, welche sich unter dem Platz befinden. In diesen Gemäuern ruhen noch heute die Knochen von über 10.000 Toten.

3. Blutgasse

1312 löste Papst Clemens V. einen der reichsten Ritterorden seiner Zeit auf. Er besiegelte damit das Ende der Kreuzritter, auch jener in Wien. Daraufhin soll sich in der Blutgasse ein Massaker zugetragen haben. Die Wiener Templer sollen der Sage nach in einem Innenhof hingerichtet worden sein, so zahlreich, dass sich die Pflastersteine blutrot färbten. Geschichtlich ist das Ereignis aber nicht belegt. Woher das Gässchen seinen Namen wirklich hat, ist mittlerweile in Vergessenheit geraten.

4. Liliengasse

Der heutige Name dieser Gasse leitet sich vom Hof des Stifts Lilienfeld ab, welcher sich hier zwischen 1622-1811 befand. Im Mittelalter hieß diese Gasse aber “Armensündergasse“. Namensgebend waren die Verurteilten, die vom Hauptgefängnis Wiens, über diese Gasse zur Schranne am Hohen Markt gelangten, dies war der Sitz des Stadtgerichts. Dort angekommen, erhielten sie ihr Urteil und wurden hingerichtet.

5. Franziskanerkirche (Franziskanerplatz 4)

An diesem Platz befand sich von 1384 bis 1571 das Büßerinnenhaus. Darin lebten Frauen, die einst ihr Geld mit der Prostitution verdienen mussten. Durch die Gründung dieser Einrichtung wollte die Obrigkeit die sittlichen Gepflogenheiten der Stadt verbessern.

Um aufgenommen zu werden, mussten die Frauen ein Gelübde ablegen, wodurch sie sich zu einem Leben in Buße verpflichteten. Sexarbeit war ihnen auf Lebenszeit verboten, jenen Frauen, die diesen Schwur brachen, drohte der Tod durch Ertränken. Sie werden sich nun fragen, warum jemand so ein Gelübde ablegen sollte. Einerseits sorgten sich die Menschen jener Tage um ihr Seelenheil. Andererseits war es diesen Frauen nun wieder möglich, einen Mann zu ehelichen, ohne seine Ehre zu verletzten.

Betreten Sie nun die Franziskanerkirche, im Inneren befindet sich seit 1735 eine Figurengruppe, die das Martyrium des Heiligen Nepomuks darstellt. Nepomuk war 1319 der Beichtvater von Königin Johanna. Eines Tages verlangte ihr Gatte von diesem, sein Beichtgelübde zu brechen. Denn König Wenzel IV. beschuldige nämlich seine Frau der Untreue und wollte endlich Gewissheit. Der Prieser weigerte sich aber und wurde zur Strafe von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen. Der Fluss ist in dieser Figurengruppe in Silber gehalten, die fünf Sterne stehen für das Wort „TACUI“, was „ich habe geschwiegen“ bedeutet.

6. Malefizspitzbubenhaus (Rauhensteingasse 10)

Ab dem Ende des 14. Jahrhunderts befand sich hier ein Kerker, im Laufe der Geschichte wurde dieser zum Hauptgefängnis Wiens. Dieses wurde im Volksmund „Malefizspitzbubenhaus“ genannt. Dieser Name leitete sich von den Malefizverbrecher*innen ab, einem alten Begriff für Schwerverbrecher*innen. Darunter fielen u.a. Mord, aber auch die Hexerei. Das waren alles Vergehen, die die Todesstrafe zur Folge hatten.

Vor einer „peinlichen Befragung“ in den berüchtigten Kerkern waren nicht einmal Prominente gefeit: So wurde 1485 ein Wiener Bürgermeister im Zug dieser Verhöre gefoltert. Der Begriff “peinlich” bezieht sich auf die erlittene Pein. Elisabeth Plainacher, die einzige Hexe Wiens, welche den Tod am Scheiterhaufen fand, wurde ebenfalls in dem Kerker malträtiert. Das Gefängnis schloss 1785 seine Pforten.

7. Annagasse

1319 lebte in dieser Gasse ein gewisser Albrecht Pippinger. Seine Tochter Anna verliebte sich in den Sohn seines Erzfeindes, was Albrecht in rasenden Zorn versetzte. Lieber sah er seine Tochter im Kloster, als sie seinem Gegner zu überlassen. Ohne zu zögern, schickte er sie in das Himmelpfortkloster. Doch Anna versuchte aus dem Kloster zu flüchten. Diese Flucht schlug fehl und die Strafe folgte auf dem Fuß: Im Beisein ihres Vaters wurde die junge Frau zur Strafe in den Gewölben des Klosters lebendig eingemauert. Die einzige Quelle für diese tragische Liebesgeschichte ist der Autor Moriz Bermann, der 1868 ein Buch über dunkle Geschichten Österreichs veröffentlichte.

8. Kapuzinerkloster (Tegetthoffstraße 2)

Im Keller des Kapuzinerklosters gab es einen geheimen Kerker, in dem vier „Löwen“ inhaftiert waren. Dabei handelte es sich aber nicht um wilde Tiere, sondern Mönche, die sich kleinster Vergehen schuldig gemacht hatten.

Einer von ihnen war Pater Florentinus, er hatte den Ordensvorsteher geohrfeigt, nachdem ihn dieser mehrfach beschimpft hatte. Für diesen Fehltritt saß der Mann bereits 43 Jahre in einer kleinen Zelle ohne Sonnenlicht. Aufgedeckt wurden diese untragbaren Zustände 1782 von Ignaz Aurelius Feßler. Durch seinen Brief erreichten die „Kapuzinergräuel“ den Kaiser. Daraufhin veranlasste Joseph II. alle Klöster Wiens zu durchsuchen. Zahlreiche Kerker wurden dadurch entdeckt und sofort aufgelöst.

9. Der Neue Markt

Nachdem wir schon von dem ältesten Markt der Stadt, dem Hohen Markt, gehört haben, besuchen wir nun auch den Zweitältesten. Hier wurde mit Mehl und Brot gehandelt. Aber es gab auch einen sogenannten „Schnellgalgen“. Bei dieser Hinrichtungsmethode wurde das Opfer mittels eines Seiles schnell in die Höhe gezogen und ebenso schnell wieder fallen gelassen. Je nach Fallhöhe renkten sich dadurch die Arme aus oder rissen ab. Während der Türkenbelagerung 1683 wurden drei dieser Galgen in Wien aufgestellt, sie sollten die eigenen Soldaten abschrecken und jeglichen Gedanken an eine Kapitulation zerstreuen.

10. Das Ungarische Haus (Augustinerstraße 12)

Sie stehen jetzt vor der letzten Station des Spaziergangs. Es ist das ehemalige Palais von Elisabeth Báthory (1560-1614), die hier angeblich brutalste Gewaltfantasien an ihren Dienstmädchen auslebte. Sie kennen die ungarische Adelige womöglich als die „Blutgräfin“, diesen Beinamen erhielt sie aber erst 100 Jahre nach ihrem Tod durch den Jesuitenmönch Lázló Turóczi. Er war es auch, der behauptete, dass sie sich im Blut von Jungfrauen badete, um ihre Jugend zu bewahren. Das wahre Ausmaß und die Beweggründe für ihrer Gräueltaten sind unter Historiker*innen umstritten.

Fakt ist, dass Elisabeth 1610 der Prozess gemacht wurde. Davon sind die Gerichtsprotokolle erhalten. Im Gerichtsverfahren wurde ihr mehrfacher Mord vorgeworfen. Die Ankläger beriefen sich dabei auf ihr angebliches Tagebuch, worin von 650 Opfern die Rede war. Weiters wurde sie durch Aussagen, welche ihre Bediensteten unter den Qualen der Folter tätigten, schwer belastet. Das Adelsgericht in Bicse verurteilte Elisabeth daraufhin zu ewiger Gefangenschaft auf ihrem Schloss Csejte. Vier Jahre später starb sie.

 

Mario Damej widmet sich auf Instagram der Wiener Geschichte und den Geschichten Wiens. Auf dem Instagram-Kanal „WiensGeschichten“ erfahren Sie zweimal wöchentliches Neues zu historischen Persönlichkeiten, Legenden und Wiener Orten mit Geschichte. 

#GOFUTURE

Elisabeths Schleichweg

Favoriten ist bunt. Elisabeth zeigt uns ihren Schleichweg im 10. Bezirk.

Elisabeth Waldmann
0.8 km15 Minuten

Elisabeth ist leidenschaftliche Zu-Fuß-Geherin. Sie geht immer und überall gerne spazieren und entdeckt die Stadt und ihre Facetten. Dabei mag sie besonders Orte, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so schön sind: wie ihr Grätzl im 10. Bezirk. Was ihr daran besonders gefällt? Die bunte Vielfalt an Menschen und Gebäuden.

Wir haben Elisabeth bei einem Spaziergang begleitet.

#GOFUTURE

LiDogeht-Walk Siedlung Siemensstraße bis Heinz Nittel-Hof

Entdecken Sie die Architektur aus mehreren Jahrzehnten und ruhige Schleichwege durch die Gemeindebau-Siedlungen in Großjedlersdorf

Ursula Hofbauer
Architektin
3.3 km1:00h

1/ Der Rundgang startet bei der Volksschule Brünner Straße 139, auf der stadteinwärts rechten Seite der Straßenbahnstation Großjedlersdorf. Ein guter Treffpunkt, denn hierher kommt man mit den Straßenbahnlinien 30 und 31 von der Schnellbahn- und U6-Station Floridsdorf – oder von der Schnellbahnstation Brünner Straße. Auch die Autobuslinie 30A (Stammersdorf – Schnellbahnstation Siemensstraße) und 31A (U1-Station Kagraner Platz) sowie die Autobuslinien 32A, 36A und 36B haben ihre Station in der Frauenstiftgasse, gleich neben der Schule.

2/ Wir überqueren die Brünner Straße Richtung Osten und biegen gleich stadtauswärts ab. Die erste Station ist der markante rote Gemeindebau gegenüber der Schule, der mit seinen kontrastierenden weißen Fenstern ein wenig an schwedische Sommerhäuser erinnert. Dieser Bau wurde in den Jahren 1924-1925 aus den Mitteln der Wohnbausteuer errichtet. Es ist der erste Teil von insgesamt drei Baublöcken , die in dieser Zeit östlich der Brünner Straße als Gemeindebauten errichtet wurden. Zu dieser Zeit gab es in der Umgebung nur das bäuerliche Großjedlersdorf, vereinzelte gründerzeitliche Eckbebauungen – wie beispielsweise das Eckhaus Brünner Straße 136 / Edergasse – und Felder. Wir biegen nun auch in die Edergasse ein, auf deren linker Seite 1924 zu Baubeginn des Gemeindebaus bis zum Horizont nur Ackerflächen zu sehen waren.

3/ In der Edergasse sehen wir, dass der rote Gemeindebau um die Ecke gezogen ist. Und dass auch der nächste Block nach der nächsten Quergasse (der Kantnergasse) bis zum Berzeliusplatz und darüber hinaus auch noch zu dem Gebäudekomplex gehört, der 1924-1925 als Gemeindebau errichtet wurde. Die Bauten östlich der Kantnergasse haben zwar keine rote Fassade mehr, aber andere Gestaltungselemente sind erkennbar gleich, beispielsweise die spitzen Giebel, Erker, Gesimse und Fensterumrahmungen. Geplant wurde der ganze Komplex von einem Architektenteam: Karl Julius Stoik, Konstantin Peller und Adolf Stöckl. Sie waren Schüler von Otto Wagner und haben noch zahlreiche andere Wohnhausanlagen der Gemeinde Wien geplant. Wir gehen weiter zum Berzeliusplatz und in die Justgasse.

4/ Der Berzeliusplatz und die Justgasse sind rechts begrenzt vom dritten Block des uns nun bereits bekannten Gemeindebaukomplexes. Links befindet sich ein bereits 1914 errichtetes Arbeiterwohnhaus der städtischen Gaswerke (Berzeliusplatz 2-7) geplant von den Architekten Hugo Mayer und Adolf Stöckl. Die große Ähnlichkeit der Bauten rechts und links der Justgasse erklärt sich durch die Beteiligung von Adolf Stöckl an beiden Planungen, tatsächlich liegt zwischen der Errichtung der linken und der rechten Seite 10 Jahre – und ein Weltkrieg.

5/ Wir gehen weiter Richtung Osten bis zur Carrogasse, in die wir nach rechts einbiegen. Hier verlassen wir die 1920er Jahre, denn der Bau auf der linken Straßenseite ist bereits in den 1950er Jahren errichtet – auch wenn das aufgrund der gelben Fassadenfarbe (wie bei den älteren Bauten) nicht gleich auffällt. Bei genauerer Betrachtung sehen wir aber, dass die Fassade und die Fenster sehr viel schlichter sind als auf der linken Straßenseite. Der Baublock ist auch nach Süden, zur Osergasse hin nicht abgeschlossen, die Baumassen sind viel lockerer verteilt als bei den kompakten Höfen der 1920er Jahre. In der Osergasse erreichen wir die eigentliche „Siedlung Siemensstraße“ aus den 1950er Jahren von Architekt Franz Schuster.

6/ Hier treffen wir zum ersten Mal auf die typischen zweigeschossigen Häuser der Siedlung Siemensstraße – mit den türkisen Fenstern, die sie bei einer Sanierung in den 1980er Jahren bekommen haben. In der Osergasse rechts stehen mehrere Zeilen Reihenhäuser. Hier sind die Wohnungen heute teilweise über zwei Geschosse angeordnet. In den 1950er wurden diese Wohnungen allerdings als sogenannte Duplex-Kleinwohnungen errichtet – sehr kleine Wohnungen auf je einer Etage, die später zusammengelegt werden konnten.

Die Osergasse ist sehr schmal – und obwohl hier Autos fahren können und auch parken, fühlt man sich als Fußgänger:in nicht unwohl. Man sieht in der Verlängerung der Osergasse, hinter dem Durchgang in den nächsten Hof auch bereits den Fußweg, der sich durch die ganze weitere Siedlung bis zur Ruthnergasse fortsetzen wird. Zwischen begrünten Höfen, den großen straßenbegleitenden Bäumen und den Reihenhausgärten glaubt man kaum, dass man nur drei Quergassen von der vierspurigen Brünner Straße entfernt ist.

7/ Bevor wir ins Fußgänger:innenparadies der Innenhofschleichwege abtauchen, empfehle ich noch einen kleinen Abstecher ins „Minieinkaufszentrum“ der Siedlung. Vor dem Durchgang zum Fußweg biegen wir noch einmal rechts in die Skraupgasse ab – bis wir an einem Platz mit vielen kleinen Geschäften stehen. Ursprünglich als Nahversorger geplant, sind diese Geschäftslokale mittlerweile für Lebensmittelhandel zu klein. Aber es haben sich Pizzeria, Kebapstand und ein gut frequentiertes Wirtshaus angesiedelt – und auch die Trafik ist noch da. So muss man für kleinere Besorgungen oder ein schnelles Abendessen nicht den weiten Weg ins Shopping Center machen.

8/ Vorbei an Inges Imbiß führt uns der Weg in einen (autofreien) Innenhof. Hier ist eine sehenswerte Ausstellung untergebracht: „Terra Nova. 70 Jahre Siedlung Siemensstraße in Floridsdorf. Eine Ausstellung zum sozialen Wohn- und Städtebau in Wien nach 1945“. Die Ausstellung ist eine Kooperation von Wien Museum, wohnpartner team 21 und dem Referat Wohnbauforschung und internationale Beziehungen.

9/ Wir gehen auf der sehr idyllischen Fußwegverbindung zwischen den Höfen weiter nach Osten. Rechts vom Weg gibt es einige nur erdgeschossig ausgeführte Reihenhäuser, links begrünte Höfe mit Spielplätzen, Bänken und schattenspendenden Bäumen. Allerdings gibt es auch bereits erste dunkle Wolken im Paradies: drei der Gebäude links vom Fußgängerhighway schauen anders aus als die anderen – und die Höfe zwischen diesen Bauten sind nicht so einladend. Große asphaltierte Flächen, verwahrloste Grünanlagen – eindeutig werden diese Gebäude nicht von der selben Institution verwaltet, wir die freundlichen, schlichten Gebäude mit den türkisen Fenstern. Ist es nur Zufall, dass ausgerechnet die Gebäude mit den heruntergekommenen Innenhöfe Balkone haben?

10/ Wir verlassen den Fußgängerhighway und gehen durch einen der schönen Innenhöfe Richtung Scottgasse. Man sieht in den wärmeren Jahreszeiten fast immer Menschen auf den Bänken sitzen und plaudern. Die Höfe sind genutzt! Das liegt sicher auch daran, dass Fenster und Eingänge in den Höfe so organisiert sind, dass man sich fast zwangsläufig begegnet. Man kennt sich. Nie habe ich ein Hundstrümmerl auf den Wegen oder Wiesen gesehen. Das hinterlässt man nicht im Garten, in dem man demnächst wieder sitzen möchte.

Auf der Scottgasse kommen wir vorbei an Helgas Buffet, eines der gut besuchten kleinen Lokale. Hier könnte man im Sommer eine kleine Erfrischung zu sich nehmen. Direkt gegenüber befindet sich der Kindergarten, mit großer Freiflächen im Herzen der Siedlung.

11/ Nicht so gut besucht – und deshalb lange leerstehend, sind die Lokale auf den kleinen Platz an der Scottgasse. Bei meinem letzten Rundgang wurden die ehemaligen Keramik- und Blumengeschäfte gerade renoviert – vielleicht haben sie ja schon eine neue Nutzung gefunden?

12/ Bei der Planung der Siedlung wurde auch ein eigener Bereich mit altersgerechten Wohnungen vorgesehen. Drei Gebäude in der Scottgasse 27 waren für ältere Siedlungsbewohner:innen reserviert. Die Wohnungen sind alle ebenerdig zugänglich und zu einem kleinen Hof gruppiert – ein Angebot an ältere Menschen in der Siedlung zu bleiben, wenn sie körperlich nicht mehr ganz fit waren. So waren sie in vertrauter Umgebung, aber doch so lange wie möglich selbstständig. Auch eventuell notwendige Betreuung kann leichter geleistet werden, wenn die Wohnungen nahe zueinander gelegen sind. Die Vergabe ausschließlich an ältere oder behinderte Menschen wird wohl heute nicht mehr (immer) so gelebt. Die Idee ist trotzdem großartig – und sollte vielleicht eine Wiederbelebung erfahren.

13/ Mit dem Ende der Scottgasse haben wir die ganze Siedlung Siemensstraße durchquert und sind an der östlichen Grenze des Planungs- und Baugebietes der 1950er Jahre angekommen, der Ruthnergasse. Die Wohnbauten auf der anderen Straßenseite sind später errichtet, die meisten 1969-1970. Man erkennt das daran, das sie höher sind. Während in der Siedlung Siemensstraße maximal 3 Geschosse inklusive Erdgeschoß gebaut wurden (und oft nur 2 Geschosse oder Reihenhäuser nur mit einem Erdgeschoß), sind es östlich der Ruthnergasse 4 bis 6 Geschosse. Die Bauten aus den 1970er Jahren haben alle einen großen Parkplatz für Autos zwischen der Straße und den Gebäuden. Und sie haben alle Balkone.

In der Anlage Ruthnergasse 56-60 gibt es auch ein paar Geschäfte. Das größte dieser Geschäfte ist lange Zeit leer gestanden, so dass ein paar engagierte Bewohner:innen Wiener Wohnen schließlich überzeugen konnte, ein Bewohner:innenzentrum als Treffpunkt einzurichten. Hier befindet sich seit einiger Zeit auch ein Stützpunkt der Wohnpartner.

14/ Wir gehen die Ruthnergasse entlang nach Norden – Richtung Justgasse. Zwischen den Häusern und der Straße gibt es viel asphaltierte Autoabstellplätze. In den 1950er Jahren war ein eigenes Auto noch ein seltener Luxus. Das hatte sich bis zur Errichtung der Wohnhausanlagen rechts von uns geändert. Nicht jede und jeder hatte ein Auto, aber viele Familien, die hier eine Wohnung bezogen haben. Es war genau wie andere Konsumgütern wie schöne Möbel, Fernseher und Waschmaschine ein Zeichen für Fortschritt und einen Wohlstand, den jede/r erreichen konnte.

Wenn man in die Höfe hineinschaut, fällt außerdem auf, dass sie eine andere, weniger intime Atmosphäre haben als in der 1950er-Jahre-Siedlung. Mehr Geschosse heißt auch mehr Menschen, die in die Höfe und Grünräume schauen. Es gibt kaum Bänke und die Wege scheinen ausschließlich die Parkplätze mit den Hauseingängen zu verbinden. Im Hof oder den Gartenanlagen muss sich auch niemand aufhalten – wer im Freien sein möchte, geht auf seinen privaten Balkon. Von dort aus kann man auf Bäume und Rasenflächen schauen – aber mit den Nachbarn unten sitzen ist nicht vorgesehen. Dort habe ich einige Hundstrümmerl auf dem Rasen gesehen. Warum auch nicht, es setzt sich ohnedies niemand daneben hin.

15/ Der Weg führt uns weiter zur Mosaik-Steinwand des Malers Anton Krejcar, die 1965 an dieser Stelle errichtet wurde. Anton Krejcar wird der „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ zugerechnet, die oft surrealen Sujets gemalt und dargestellt haben, beeinflusst von Traumvisionen, Mythen oder okkulten Lehren. Das Mosaik an der Ecke Ruthnergasse / Justgasse zeigt ein Unterwasserszenario mit bunten Fischen und Meereslebewesen.

Die vorrangig in den 1950er und 1960er Jahren in Wien wirkenden Künstler des phantastischen Realismus pflegten einen figurativen, surreal-manierierten Stil und die Ablehnung der (zu dieser Zeit sehr verbreiteten) Abstraktion. Die Kerngruppe der Wiener Schule bilden die Maler Erich (Arik) Brauer, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Anton Lehmden. Erweitert wurde die Bewegung durch Ludwig Schwarzer, Robert Ederer, Anton Krejcar, Franz Luby, Kurt Regschek und Helmut Heuberger.

Bei der Mosaikwand biegen wir in die Justgasse ein und treten nun den Rückweg an, wieder zurück in Richtung Brünner Straße.

Wer jetzt schon sehr müde ist hätte hier auch die Chance auf einen Bus zurück zum Ausgangspunkt zu warten. Alle Busse, die an der Station neben dem Mosaik halten, fahren zurück zur Volksschule Brünner Straße, von der aus der Rundgang gestartet ist.

16/ Die Justgasse ist eine der drei (relativ schmalen!) Straßen, die das Gebiet in Ost-West-Richtung erschließen. Alle drei sind Einbahnen und man merkt an der geringen Frequenz, mit der hier Autos fahren noch einmal, dass die ursprüngliche Siedlung errichtet wurde, noch bevor der Besitz und die Nutzung von Autos alltäglich war. Dass wenige Autos vorbei fahren – und selbstverständlich die wunderbare Grüngestaltung der meisten Höfe, Straßen und Wege – machen es besonders angenehm hier zu Fuß zu gehen.

Links in der Justgasse sehen wir noch die dreigeschossige Randbebauung der ursprünglichen Siedlung von Franz Schuster. Die Gebäude auf der rechten Seite gehören schon zu einer Erweiterung aus den 1960er Jahren (1964-66), also etwas früher errichtet als die Wohnbauten östlich der Ruthnergasse, die wir bei der vorletzten Station gesehen haben. Auch die Bauten jüngeren Datums sind Gemeindebauten – und sie bleiben an der Justgasse auch im Maßstab der Schuster-Siedlung: rechts und links sind die Gebäude dreigeschossig und relativ schlichte, einfache Bauten mit Satteldach und ohne weitere Gliederung der Fassade über die Fenster hinaus. Auch nördlich der Justgasse gibt es ein gutes Fußwegenetz, auf dem man unbehelligt vom Autoverkehr die Siedlung durchqueren kann.

Es gibt aber auch Unterschiede zwischen den beiden Siedlungsteilen. So gibt es beispielsweise vor den Bauten aus den 1960ern zwei große Parkplätze, die allerdings gut mit Bäumen und anderen Pflanzungen in die generell sehr grüne Freiraumgestaltung integriert ist. Wir biegen vor dem zweiten Parkplatz rechts auf einen Fußweg ab (beim Schild „Zugang zu den Stiegen 22-43 und 34-39″).

17/ Die meisten Baukörper der 1960er-Jahre-Erweiterung sind in Zeilenform angeordnet, das heißt sie bilden keine rechteckigen Höfe mehr aus, wie in den Bauteilen aus den 1920er und 1950er Jahren. Zwischen den Zeilen entstehen Flächen, die zwar begrünt sind – aber nicht mehr wie Höfe funktionieren. Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied ist, dass die Hauseingänge nicht mehr in einem gemeinsamen Hof liegen – so treffen sich die Bewohner:innen der benachbarten Gebäude nicht mehr automatisch und kennen einender vielleicht überhaupt nicht. Wem „gehört“ dann der Zwischenraum zwischen den Gebäuden? Wer ist hier zuhause? Wer darf dort auf der Wiese sitzen (Bänke gibt es in diesen Zwischenräume gar keine)? Und wer will das überhaupt, wenn einem dort Menschen aus dem Nachbarhaus zuschauen, die man gar nicht kennt?

An manchen Stellen ist zwar zwischen den Gebäuden mehr Platz, dort gibt es dann Spielplätze und Bänke (und leider auch Müllinseln). Aber zwischen den meisten Häusern gibt es nur Zwischenräume. Man sieht dort nie jemanden sitzen oder spielen. Und es gibt Balkone. Wie in der Ruthnergasse scheinen die Rasenflächen, Bäume und Büsche mehr zum anschauen geeignet als zur Benutzung. Und anschauen kann man sie auch vom Fenster und Balkon aus. So trifft man aber leider niemanden mehr im Hof und kann mit den Nachbarn nicht mehr plaudern.

18/ Ein paar Meter weiter erreichen wir die Marco-Polo-Promenade – ein Fußgängerhighway, die so breit und super ist, dass hier sogar Radfahren möglich ist, ohne dass es zu Konflikten kommt. Diese autofreie, grüne Verbindung zwischen Brünner Straße und Ruthnergasse ist (fast ganz genau) einen Kilometer lang und rege genutzt. Da kann man fast zu jeder Tageszeit beobachten, dass die Menschen auch hier sehr gerne zu Fuß gehen, wenn es nur die geeigneten Wege dazu gibt!

19/ Nördlich der Marco-Polo-Promenade liegen die drei Bauteile des Heinz Nittel-Hofes. Der wurde 1979-1983 errichtet und vom Architekten Harry Glück geplant. Harry Glück ist auch der Planer des Wohnparks Alterlaa. Sein Credo war „Wohnen wie Reiche, auch für Arme“. Sein Markenzeichen waren (folgerichtig) Gemeinschaftspools, meistens auf dem Dach. Die gibt es auch auf dem Nittelhof, sie sollen laut Glück eine verbindende Funktion für die Bewohner:innen einnehmen, wie es früher das Wirtshaus oder der Kirchenplatz getan hat. Allerdings kann man sich fragen, ob das im Fall des Nittelhofes so gut funktioniert, denn der Kirchenplatz und andere Freiräume sind öffentlich zugänglich – die Schwimmbäder am Dach nur den Bewohner:innen des Hauses. Die großzügigen Freiflächen rund um den großen Baukomplex sind entweder abgezäunt – oder mit gestalterischen Mitteln wie dichter Bepflanzung und hohen Erdwällen von der öffentlichen Marco-Polo-Promenade abgeschirmt. So richtig einladend ist das nicht.

Balkone sind uns auf dem Rundgang bisher schon aufgefallen, weil sie immer dort auftauchen, wo die unmittelbare Umgebung der Wohnhäuser, die Höfe, Grün- und Freiflächen offensichtlich nicht (mehr) von den Bewohner:innen genutzt werden. Der Nittel-Hof scheint die logische Fortsetzung dieser Entwicklung zu sein, denn seine Fassade besteht nur noch aus Balkonen. Und die umgebenden Grün- und Freiflächen sind für Menschen die nicht dort wohnen nicht benutzbar. Die intimen Innenhöfe der 1950er Jahre waren eine Fortsetzung des öffentlichen Raumes, ein Treffpunkt für Nachbar:innen, die einander kannten. Dieser Raum ist sukzessive über die Jahrzehnte der Stadtplanung einem Verkehrsraum gewichen – für Autos zum Fahren und Parken, manchmal auch zum Zu-Fuß-Gehen. Aber Raum, um sich aufzuhalten und zu verweilen, ist in den jüngeren Planungen in der Öffentlichkeit nicht mehr vorgesehen.

20/ Wir folgen der Marco-Polo-Promenade Richtung Brünner Straße, bis wir die Skraupstraße erreichen, die hier als Sackgasse endet. Wenn noch Energie bei den Spazierenden vorhanden ist, lohnt sich noch einen Abstecher in den Hof in der zweiten Reihe der Promenade zu machen. Hier befinden sich zwei Gemeindebau-Höfe, die 1924-25 errichtet wurden, aber nach Norden hin offen geblieben sind. Vermutlich war geplant diese Höfe später mit einem ergänzenden Bau abzuschließen. Das ist dann in den 1960er Jahren tatsächlich passiert, indem jeweils ein Zeilenbau als Abschluss zur Promenade hin errichtet wurde. Dadurch sind wieder die typischen Innenhöfe entstanden, die wir aus älteren Beispielen bereits kennen.

21/ Der dritte unfertige Hof ist das Gebäude der Arbeiterwohnhausanlage der Gaswerke. Dieses Gebäude wurde nicht ergänzt. Stattdessen wurde zwischen den Stichstraßen der Berzeliusgasse und der Carrogasse ein Park angelegt. Die Lösung mit den Stichstraßen, die unabhängig von der fußläufigen Durchwegung funktioniert und Autoabstellmöglichkeiten mit vielen Bäumen und flächiger Durchgrünung verbindet, zeigt dass fußgänger:innenfreundliche Lösungen auch dort möglich sind, wo Autoverkehr im Wohngebiet zugelassen ist. Allein die Vermeidung von Durchzugsstraßen bzw. die Beschränkung auf wenige Zufahrtsmöglichkeiten, stellt sicher, dass nur Anrainer:innen in das Gebiet fahren. Und dass so ein sehr attraktives Gebiet zum Zu-Fuß-Gehen entsteht.

22/ Vom Park aus gehen wir durch das kleine Marco-Polo-Einkaufszentrum zur Brünner Straße – und über die Edergasse zurück zur Ampel Siemensstraße / Frauenstiftgasse. So haben wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht!

Die gesamte Tour mit den markierten Stopps gibt’s auch als Google Maps. 

Ursula Hofbauer hofft, dass Sie Spaß an der Tour hatten, und freut sich über Anregungen, Korrekturen und Ergänzungen unter ursula.hofbauer@architektin.space

 

Alle Fotos: Christian Fürthner

#GoFuture

Bewegung in der Stadt: Vom Schwedenplatz bis zum Hauptbahnhof

Von der Innenstadt zum Hauptbahnhof. Wien in Bewegung

Guntram Münster
5 km1,5 h

Wien ist in Bewegung. Das zeigt dieser Spaziergang durch die Innenstadt und die Landstraße. Aber nicht nur die Stadt, auf Ihre BewohnerInnen bewegen sich ständig. So wie wir auf diesem Spaziergang.

Eine detailreiche Routenbeschreibung

#Gofuture

Urban Experience am Donaukanal

Entlang der Wasserader von Landstraße nach Brigittenau

Petra Jens
5 km1:20 h

Warum empfiehlst du diese Route?

Dieser Spaziergang ist besonders abwechslungsreich. Wer pulsierendes Stadtleben und Natur am Wasser gleichermaßen liebt, wird diesen Stadtspaziergang mögen.

Für wen ist dieser Weg geeignet?

Für alle, die Lust auf Stadt haben, aber nicht zu viele Autos um sich herum sehen wollen.

Was ist das Highlight?

Unendlich viele, bunte Graffiti!

Start: U-Bahn Landstraße
Ziel: U-Bahn Jägerstraße

Empfohlen von Petra Jens:
Petra ist Wiens Fußgängerbeauftragte. Als Floridsdorferin liebt sie die Alte Donau. In ihrer Freizeit trifft man sie meist beim Wandern in den Wiener Hausbergen.