Mehr als 1.200 Personen haben uns bei der ersten Umfrage im Mai gesagt, was ihnen für die neue Argentinierstraße wichtig ist. Ein zentraler Teil der Planung ist eine zeitgemäße, gute Lösung für den Radverkehr.
Gleichzeitig wollen wir mit breiteren Gehsteigen, Begrünung und Verkehrsberuhigung die Straße für alle verbessern.

Aufbauend auf die Umfrage im Mai wurden zwei mögliche Varianten für die Neugestaltung vorgestellt. Ihre Stimme für eine der beiden Varianten abgeben konnten die mit Hauptwohnsitz im Grätzl rund um die Argentinierstraße gemeldeten Bewohner:innen ab 16 Jahren bis 24.6.2022, Mitternacht. Vielen Dank für Ihre Beteiligung! Die Ergebnisse der Varianten-Entscheidung finden Sie in Kürze hier.

Nach der Varianten-Entscheidung werden im Sommer die Planungsarbeiten ausgeschrieben und nach der Vergabe arbeiten die Expert*innen am Entwurf. Im Frühjahr 2023 wird der Stand der Planung vorgestellt und es gibt nochmals die Gelegenheit für die Bürger*innen, Rückmeldungen zu geben.

Die neue Argentinierstraße. Zwei Varianten zur Auswahl: „Die Geradlinige“ und „Die Flexible“

Auf Basis der Umfrageergebnisse im Mai wurden zwei mögliche Varianten zur Umgestaltung der Argentinierstraße als Skizzen ausgearbeitet. Beide Lösungen bringen jedenfalls deutliche Verbesserungen für die Argentinierstraße und tragen wesentlich zur Erhöhung der Lebensqualität im Grätzl bei.

<b>Variante A – „Die Geradlinige“</b><p> Gehsteige, Fahrbahn und breiter Zwei-Richtungs-Radweg, weniger Potenzial für Grün und KFZ-Stellplätze

© Mobilitätsagentur Wien – Illustration: Dialog Plus, Claudia Marschall – Foto: Christian Fürthner

Variante A, „Die Geradlinige“, ist die eher gewohnte Lösung. Sie steht für eine klare Trennung zwischen der Fahrbahn für Kfz, einem breiten Zwei-Richtungs-Radweg und den Gehsteigen. Aufgrund des Platzbedarfs für diese drei Verkehrsbereiche bietet diese Variante einen geringeren Spielraum für Begrünung und es verbleiben wenige PKW-Stellplätze auf der Argentinierstraße.

Argentinier Variante B Abschnitt Anton Benya Park Mit Blick In Richtung Theresianumgasse

© Mobilitätsagentur Wien – Illustration: Dialog Plus, Claudia Marschall – Foto: Christian Fürthner

Variante B, „Die Flexible“, steht für einen innovativen Zugang. Sie bringt die Fahrräder auf eine breite und verkehrsberuhigte Fahrbahn, die damit zur Fahrradstraße wird, auf der sich Fahrräder und dann weniger Kfz den Raum teilen. Diese Lösung teilt den Raum neu auf und bietet größeres Potenzial für breitere Gehsteige, den Erhalt von Stellplätzen für PKW und Begrünung.

Details zu den beiden Varianten finden Sie hier

Ergebnisse der ersten Befragung: Mehr Grün und Verkehrsberuhigung am wichtigsten

Im Mai haben wir gesammelt, welche Qualitäten Ihnen für die neue Argentinierstraße wichtig sind. Die Ergebnisse der Umfrage wurden in die Konzepterstellung der beiden Varianten aufgenommen.

Mehr als 1.200 gültige Rückmeldungen sind eingegangen. 59 % davon kamen von den Bewohner*innen des Grätzls, 6 % aus dem 4. Bezirk außerhalb des Argentinerstraßen-Grätzls (damit in Summe knapp zwei Drittel aus dem Bezirk), 34 % aus anderen Bezirken.

  • Als am wichtigsten und damit an erster Stelle wurden „Begrünung, Abkühlung, weniger Asphalt“ genannt.
  • An zweiter Stelle wurden gleichrangigVerkehrsberuhigung, weniger Durchzugsverkehr“ sowie „Mehr Platz für das Gehen, breitere Gehsteig, bessere Sicht, Bankerln zum Verweilen“ gereiht.
  • Als am wenigsten wichtig für die Anwohner*innen im Grätzl stellten sich „möglichst viele Stellplätze für PKW“ heraus.

Verkehrssicherheit und Verbesserungen für den Radverkehr wurden nicht gesondert abgefragt, da dies jedenfalls zentrale Bestandteile der Neugestaltung sind.

Die Details zu den Umfrageergebnissen finden Sie hier: Ergebnisse Befragung Argentinierstraße neu

Was soll durch die Umgestaltung gelingen?

Ein zentraler Teil der Planung für die neue Argentinierstraße ist eine zeitgemäße, gute Lösung für den Radverkehr. Gleichzeitig sollen  Verbesserungen für alle erzielt werden.

Durch die Neugestaltung wollen Stadt und Bezirk jedenfalls erreichen:

  • mehr Verkehrssicherheit
  • bessere Querungen für Fußgänger*innen
  • sicheres Radfahren in beide Richtungen
  • Entflechtung des Fuß- und Radverkehrs
  • Verkehrsberuhigung im Viertel
  • weiterhin Zufahrt für Anrainer*innen
  • mehr Grün, weniger Asphalt
  • besseres Mikroklima
  • mehr Platz für Treffpunkte und Sitzgelegenheiten

Was wird mitgedacht?

  • Die Argentinierstraße ist eine der wichtigsten Radverbindungen in Wien. Der Radweg stammt aus den 1980er Jahren. Deshalb wird die Radinfrastruktur deutlich verbessert. Sicherheit für alle hat oberste Priorität.
  • Ein wichtiges Ziel ist, mehr Grün in den Straßenraum zu bringen. Eine Herausforderung sind dabei die vielen Einbauten für Strom-, Gas-, Wasser- und Datenleitungen im Untergrund, die Baumpflanzungen erschweren können. Die Potenziale für mehr Grün werden intensiv geprüft und bestmöglich mitgeplant.
  • Die Argentinierstraße bleibt für Autos befahrbar und auch als Parkraum erhalten.